Die meisten Händler halten die heutige Entwicklung für eine überwiegend technische Reaktion. Zahlreiche Trader, die auf weiter fallende Notierungen spekuliert hätten, seien auf dem falschen Fuß erwischt worden und hätten sich nun absichern müssen. Allerdings wird auch von umfangreichen Orders von Endverbrauchern berichtet, die sich auf dem zurückgekommenen derzeitigen Preisniveau eindecken wollen oder müssen.
Zwar war gestern gemeldet worden, dass die US-Bestände an Heizöl, Benzin und Diesel wieder deutlich angestiegen sind. Gleichzeitig wird aber auch damit gerechnet, dass die weltweite Nachfrage anhaltend hoch sein wird. Indessen ist das Szenario von Förderausfällen weiter nicht von der Hand zu weisen. Im Irak mehren sich im Vorfeld der dortigen Wahlen die terroristischen Anschläge. Währendessen spitzt sich in Venezuela der Streit zwischen Präsident Hugo Chavez und den Gewerkschaften wieder stark zu, so dass von verschiedenen Seiten ein weiterer Streik für wahrscheinlich gehalten wird.
