Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat ihren Leitzins am Dienstag wie erwartet zum 13. Mal in Folge angehoben, gleichzeitig aber das Ende der Zinserhöhungsphase signalisiert. Einige weitere maßvolle Zinserhöhungen seien wahrscheinlich notwendig, teilte der Offenmarktausschuss der Fed am Dienstagabend in Washington mit. Gestrichen wurde dagegen die Formulierung, dass die stimulierende Geldpolitik in einem maßvollen Tempo zurückgenommen werden könne. Volkswirte sehen darin einen Hinweis darauf, dass die Notenbank ihren Zinserhöhungszyklus bald beendet.
Der Leitzins wurde erneut um 0,25 Punkte auf jetzt 4,25 Prozent angehoben. Marktbeobachter hatten dies erwartet. Im Januar wird die Fed den Prognosen zufolge den Zins noch einmal auf dann 4,5 Prozent erhöhen. Unsicher ist aber, ob die Notenbank im März bei ihrer ersten Zinsentscheidung unter ihrem neuen Chef Ben Bernanke einen weiteren Aufwärtsschritt folgen lässt. Der jetzige Präsident Alan Greenspan scheidet Ende Januar nach mehr als 18 Jahren an der Spitze der mächtigsten Notenbank der Welt aus.
Trotz hoher Energiepreise und der Schäden durch die Hurrikane befindet sich die US-Konjunktur nach Einschätzung der Fed auf einem soliden Wachstumspfad. Die langfristigen Inflationserwartungen seien gedämpft. Gleichwohl könne von den Energiepreisen Inflationsdruck ausgehen.
Der Eurokurs stieg in einer ersten Reaktion bis auf 1,1986
Dollar und erreichte damit ein neues Tageshoch. Zuletzt notierte er
mit 1,1952 Dollar nur noch knapp über seinem Ausgangswert. Die
US-Aktienmärkte bauten ihre Kursgewinne deutlich aus. Der
Dow-Jones-Index
AXC0182 2005-12-13/20:49
