DÜSSELDORF (Dow Jones)--Die beiden wichtigsten Modelle für eine Unternehmenssteuerreform führen angeblich zu hohen Einnahmeausfällen. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (Dienstagausgabe) haben erste Berechnungen einer Expertengruppe aus Bund, Ländern und Wissenschaft ergeben, dass das Konzept des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung den Fiskus 38 Milliarden Euro kosten würde. Das Modell der parteiunabhängigen Stiftung Marktwirtschaft würde mit 26 Mrd EUR zu Buche schlagen.
Der Vorsitzende des Rates, Bert Rürup, hat am Montag das Steuerreformkonzept mit den entsprechenden Gesetzentwürfen an Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) und Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) übergeben.
Wolfgang Schön, Professor für Steuerrecht am Max-Planck-Institut in München und Mitautor des Konzepts des Sachverständigenrates, sagte dem Blatt, in dem eineinhalbstündigen Gespräch mit Steinbrück und Glos habe der Rat klargemacht, "dass am Ende eine substanzielle Entlastung der Unternehmen herauskommen muss". Die vom Rat vorgeschlagene Senkung des Steuertarifs "darf nicht von den Unternehmen an anderer Stelle selbst bezahlt werden", sagte Schön und bezog sich damit auf den Abbau von Steuervergünstigungen.
Finanzminister Steinbrück hatte dagegen mehrfach erklärt, die Unternehmen sollten unter dem Strich nicht entlastet werden. Die Reform müsse für den Fiskus aufkommensneutral bleiben.
DJG/ddp/hab -0-
Der Vorsitzende des Rates, Bert Rürup, hat am Montag das Steuerreformkonzept mit den entsprechenden Gesetzentwürfen an Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) und Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) übergeben.
Wolfgang Schön, Professor für Steuerrecht am Max-Planck-Institut in München und Mitautor des Konzepts des Sachverständigenrates, sagte dem Blatt, in dem eineinhalbstündigen Gespräch mit Steinbrück und Glos habe der Rat klargemacht, "dass am Ende eine substanzielle Entlastung der Unternehmen herauskommen muss". Die vom Rat vorgeschlagene Senkung des Steuertarifs "darf nicht von den Unternehmen an anderer Stelle selbst bezahlt werden", sagte Schön und bezog sich damit auf den Abbau von Steuervergünstigungen.
Finanzminister Steinbrück hatte dagegen mehrfach erklärt, die Unternehmen sollten unter dem Strich nicht entlastet werden. Die Reform müsse für den Fiskus aufkommensneutral bleiben.
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