Die spanische Polizei hat die Geschäftsstellen der portugiesischen Großbank BES (Banco Espírito Santo) in Madrid und Barcelona durchsucht. Wie aus Ermittlerkreisen verlautete, wurde die Aktion mit dem Verdacht der Geldwäsche begründet. Der Untersuchungsrichter Baltasar Garzón hatte die Durchsuchung auf Antrag der Sonderstaatsanwaltschaft für Korruptionsdelikte angeordnet. Nähere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.
Beamte der paramilitärischen Polizeitruppe Guardia Civil (Zivilgarde) riegelten die Bankfilialen ab und hinderten Kunden am Betreten der Geschäftsräume. Die Angestellten der Bank durften die Filialen nicht verlassen. Das über 100 Jahre alte Geldinstitut verfügt über 700 Filialen in 21 Ländern. In Portugal gehört die Bank, die sich auf den Kundenkreis der kleinen und mittleren Unternehmen spezialisiert hat, zu den Marktführern. In Spanien ist sie seit 16 Jahren aktiv./hk/DP/mw
AXC0154 2006-11-02/13:25
