(NEU: Details, Aussagen von KKR, Analystenreaktion, Aktienkurs)
Von Torsten Wolf
Dow Jones Newswires
WIESBADEN (Dow Jones)--Die Linde AG hat ihr in die Kion Group ausgegliedertes Gabelstaplergeschäft für 4 Mrd EUR an ein Konsortium von Finanzinvestoren verkauft. Der Vertrag mit Kohlberg Kravis Roberts & Co (KKR) und Goldman Sachs Capital Partners (GS) sei am Sonntag unterzeichnet worden, teilte der Wiesbadener DAX-Konzern in der Nacht zum Montag mit. Die Kartellbehörden müssten noch zustimmen.
Der Verkaufspreis liegt mit 4 Mrd EUR am oberen Ende dessen, was Analysten für möglich gehalten hatten. Die meisten Schätzungen der Branchenspezialisten hatten sich um 3 Mrd EUR bewegt. So erhöhte die WestLB ihr Kursziel für Linde in Reaktion auf die Nachrichten auf 95 von 92 EUR. Die Bank verwies darauf, dass der erzielte Erlös 1 Mrd EUR über der eigenen Schätzung ausgefallen ist.
Der Aktienmarkt honoriert den Spartenverkauf mit Kursgewinnen: Gegen 11.30 Uhr kletterte die Aktie von Linde um 1,1% auf 77,05 EUR, während der DAX um 0,7% zulegte.
KKR und GS übernehmen die Vereinbarungen zur Standortsicherung, die Linde mit den Arbeitnehmervertretern im Sommer 2005 geschlossen hatte. In der bis 2011 laufenden Vereinbarung ist festgelegt, dass keine deutschen Werke von Linde und Still nach Osteuropa verlagert werden. Dafür hatten die Arbeitnehmervertreter einer Flexibilisierung der Arbeitszeit sowie Kürzungen von Zuschlägen und übertariflichen Leistungen zugestimmt.
"Wir haben eine Wachstumsstrategie", sagte KKR-Sprecher Alexander Geiser zu Dow Jones Newswires. Das Konsortium werde weiteres Kapital bereitstellen, falls sich interessante Akquisitionsmöglichkeiten für die Kion Group böten. Ein Stellenabbau sei nicht Teil der Planung.
Der von den neuen Eigentümer mittelfristig geplante Börsengang für Kion könnte auf Sicht von etwa 5 Jahren stattfinden: "2010 bis 2012 ist ein realistischer Zeitrahmen", sagte Geiser. KKR hatte erst im laufenden Jahr die 2002 mehrheitlich erworbene Demag Cranes AG an die Börse gebracht.
Die Kion Group, die der Linde-Konzern als neue Dachgesellschaft für die drei Marken Linde, Still und OM im Bereich Gabelstapler und Lagertechnikgeräte rechtlich verselbständigt hat, beschäftigt derzeit gut 20.000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2005 hat der Bereich rund 3,6 Mrd EUR umgesetzt.
Linde will sich nach der Übernahme der britischen BOC Group als reines Gaseunternehmen aufstellen. Durch die 12 Mrd EUR schwere Übernahme hat Linde den bisherigen Branchenersten Air Liquide überholt.
Webseiten:
http://www.linde.com
http://www.kkr.com/
http://www.goldmansachs.com/client_services/merchant_banking/pia/capital/
-Von Torsten Wolf, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 112,
torsten.wolf@dowjones.com
DJG/tow/brb
Von Torsten Wolf
Dow Jones Newswires
WIESBADEN (Dow Jones)--Die Linde AG hat ihr in die Kion Group ausgegliedertes Gabelstaplergeschäft für 4 Mrd EUR an ein Konsortium von Finanzinvestoren verkauft. Der Vertrag mit Kohlberg Kravis Roberts & Co (KKR) und Goldman Sachs Capital Partners (GS) sei am Sonntag unterzeichnet worden, teilte der Wiesbadener DAX-Konzern in der Nacht zum Montag mit. Die Kartellbehörden müssten noch zustimmen.
Der Verkaufspreis liegt mit 4 Mrd EUR am oberen Ende dessen, was Analysten für möglich gehalten hatten. Die meisten Schätzungen der Branchenspezialisten hatten sich um 3 Mrd EUR bewegt. So erhöhte die WestLB ihr Kursziel für Linde in Reaktion auf die Nachrichten auf 95 von 92 EUR. Die Bank verwies darauf, dass der erzielte Erlös 1 Mrd EUR über der eigenen Schätzung ausgefallen ist.
Der Aktienmarkt honoriert den Spartenverkauf mit Kursgewinnen: Gegen 11.30 Uhr kletterte die Aktie von Linde um 1,1% auf 77,05 EUR, während der DAX um 0,7% zulegte.
KKR und GS übernehmen die Vereinbarungen zur Standortsicherung, die Linde mit den Arbeitnehmervertretern im Sommer 2005 geschlossen hatte. In der bis 2011 laufenden Vereinbarung ist festgelegt, dass keine deutschen Werke von Linde und Still nach Osteuropa verlagert werden. Dafür hatten die Arbeitnehmervertreter einer Flexibilisierung der Arbeitszeit sowie Kürzungen von Zuschlägen und übertariflichen Leistungen zugestimmt.
"Wir haben eine Wachstumsstrategie", sagte KKR-Sprecher Alexander Geiser zu Dow Jones Newswires. Das Konsortium werde weiteres Kapital bereitstellen, falls sich interessante Akquisitionsmöglichkeiten für die Kion Group böten. Ein Stellenabbau sei nicht Teil der Planung.
Der von den neuen Eigentümer mittelfristig geplante Börsengang für Kion könnte auf Sicht von etwa 5 Jahren stattfinden: "2010 bis 2012 ist ein realistischer Zeitrahmen", sagte Geiser. KKR hatte erst im laufenden Jahr die 2002 mehrheitlich erworbene Demag Cranes AG an die Börse gebracht.
Die Kion Group, die der Linde-Konzern als neue Dachgesellschaft für die drei Marken Linde, Still und OM im Bereich Gabelstapler und Lagertechnikgeräte rechtlich verselbständigt hat, beschäftigt derzeit gut 20.000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2005 hat der Bereich rund 3,6 Mrd EUR umgesetzt.
Linde will sich nach der Übernahme der britischen BOC Group als reines Gaseunternehmen aufstellen. Durch die 12 Mrd EUR schwere Übernahme hat Linde den bisherigen Branchenersten Air Liquide überholt.
Webseiten:
http://www.linde.com
http://www.kkr.com/
http://www.goldmansachs.com/client_services/merchant_banking/pia/capital/
-Von Torsten Wolf, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 112,
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