Aktien von Suez
Die Artemis-Holding des Milliardärs teilte mit, noch sei keine Entscheidung über ein mögliches Kaufangebot gefallen. Damit reagierte die Holding auf Pressespekulationen und auf Forderungen der französischen Regulierungsbehörde AMF, dazu Stellung zu nehmen. Das "Wall Street Journal" hatte am Wochenende entgegen früherer Presseberichte geschrieben, Pinault wolle kein Angebot vorlegen, die Entwicklung der geplanten Fusion zwischen Suez und GDF aber genau beobachten, um im Falle eines Nichtzustandekommens an einem Bereich von Suez Interesse anzumelden.
Händlern zufolge bestätigte Credit Suisse seine "Outperform"-Einschätzung. Vor dem Wochenende hatte das französische Magazin "Capital" berichtet, Artemis werde ein feindliches Übernahmeangebot in Höhe von 70 Milliarden Euro für Suez vorlegen und habe dafür grünes Licht von Staatspräsident Jacques Chirac erhalten. Pinault und Chirac hätten ein enges Verhältnis und die Billigung des Präsidenten sei notwendig für eine Transaktion dieser Art. Credit Suisse zufolge wird der Ausgang des Fusions- und Übernahepokers von dem Ausgang der Wahlen abhängen. Nur bei einem Sieg der Konservativen bleibe die Fusion eine realistische Möglichkeit.
Credit Suisse glaubt, dass ein Angebot von Suez von einer
dritten Partei und ein anschließender Verkauf auf dem Energiesektor
an GDF eine Kombination von den Energiegeschäften von Suez und GDF
ermöglichen könnte. Credit Suisse zufolge könnte ein Zusammengehen
mit GDF attraktiv sein, doch auch andere Szenarien wie etwa die
Fusion mit RWE
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AXC0071 2007-01-02/12:49
