Holcim
Anfang Juni 2007 hat Holcim 85% der Beteiligung von 54% an Holcim Südafrika an ein Konsortium veräußert. Aus dem Beteiligungsverkauf ergab sich ein Kapitalgewinn von 1,11 Milliarden Franken. Zudem wurde eine Sonderdividende von netto 150 Millionen Franken aus Südafrika vereinnahmt, so dass der Konzerngewinn um überdurchschnittliche 162,7% anstieg.
Auch auf operativer Stufe legte Holcim deutlich zu. Der betriebliche EBITDA wuchs um 22,3% auf 3,324 (2,717) Milliarden Franken, entsprechend einer betrieblichen EBITDA-Marge von 25,6 (25,0)%.
Damit hat der Konzern die Schätzungen der Analysten übertroffen. Der AWP-Konsens lag für den Umsatz bei 12,423 Milliarden Franken, für den Betriebsgewinn bei 2,353 Milliarden Franken, für den Reingewinn bei 1,403 und für den Reingewinn nach Minderheiten bei 1,061 Milliarden Franken. Diese hatten allerdings den hohen Kapitalgewinn nicht in ihren Schätzungen berücksichtigt.
Obwohl in einzelnen Märkten eine gewisse Abflachung der Baukonjunktur spürbar sei, dürfte der finanzielle Leistungsausweis des Konzerns dank der bewährten Strategie der geographischen Diversifikation erneut erfreulich ausfallen, heisst es von Holcim. Das Unternehmen geht davon aus, dass 2007 das langfristige interne betriebliche EBITDA- Wachstumsziel von 5% wiederum übertroffen wird. Die getätigten Akquisitionen und der gezielte Ausbau der Produktionskapazitäten schafften zudem eine viel versprechende Plattform für weiteres Wachstum.
Holcim hat in allen Segmenten höhere Liefervolumen erzielt. Der Zementabsatz nahm um 13,3% auf 74,2 Millionen Tonnen zu. Das bedeutendste Mengenwachstum wurde dank Neukonsolidierungen in der Konzernregion Asien, Ozeanien erzielt, heisst es in der Medienmitteilung. Der Absatz von Zuschlagstoffen und Transportbeton habe sich regional recht unterschiedlich entwickelt. Insgesamt nahm er - gestützt von Akquisitionen und Neubauten - konzernweit um 3,2% auf 87,3 Millionen Tonnen beziehungsweise um 2,4% auf 21,2 Millionen Kubikmeter zu.
In Europa profitierte Holcim im ersten Halbjahr von der robusten Konjunktur. Nahezu alle europäischen Konzerngesellschaften verkauften mehr Zement, und auch der Absatz von Zuschlagstoffen und Transportbeton nahm mehrheitlich zu. Holcim France Benelux erzielte in allen Segmenten ein Lieferplus. Dank der guten Auftragslage in Nordfrankreich sei es möglich gewesen, die temporäre Marktschwäche in Belgien auszugleichen.
Dank höherer Verkaufspreise und einer gesteigerten Produktionsleistung erzielte Holcim US ein besseres finanzielles Ergebnis. St. Lawrence Cement konnte nicht an das gute Resultat der Vergleichsperiode anschliessen, und auch Aggregate Industries US musste rückläufige Resultate in Kauf nehmen. Der konsolidierte betriebliche EBITDA bildete sich in dieser Konzernregion um 8,8% auf 343 Millionen Franken zurück. Das interne betriebliche EBITDA-Wachstum war mit -6,9% ebenfalls negativ.
Im ersten Halbjahr 2007 war die Bauwirtschaft in der Konzernregion Lateinamerika mehrheitlich positiv. Impulse lieferten der Wohnbau und Projekte zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur. Bei regional unterschiedlichem Wachstum nahm der Zementverbrauch in fast allen von Holcim belieferten Märkten zu.
Die Bauwirtschaft hat in der Konzernregion Asien/Ozeanien im ersten Halbjhar 2007 an Fahrt gewonnen. In praktisch allen von Holcim bearbeiteten Märkten der Region entwickelte sich der Zementverbrauch positiv. Die Zementverkäufe der beiden indischen Konzerngesellschaften ACC und Ambuja Cements erreichten neue Höchstmarken. Im Wachstumsmarkt Indien baut Holcim derzeit die Kapazitäten gezielt aus. Insgesamt wird die Produktionsleistung bis Ende 2010 um rund 15 Millionen Tonnen auf deutlich über 50 Millionen Tonnen ansteigen, heisst es von Holcim./ps/ra/AWP/fn
ISIN CH0012214059
AXC0055 2007-08-23/09:29
