Update
Zinsen contra Öl
Die europäischen Märkte werden heute von konträren Kräften zerzaust. Einerseits stärkt die Hoffnung auf weitere Zinssenkungen der US-Notenbank. Andererseits nährt die exzessive Verteuerung des Öls die Befürchtungen, der Konsummotor könnte weltweit ins Stottern kommen. Außerdem belastet der chronische Dollarverfall. Der DAX pendelt zur Mittagsstunde bei 7.842 Punkten.
Momentan liegt Tui an der Spitze. Dort hat der US-Finanzinvestor Guy Wyser-Pratte ein Prozent übernommen. BMW, der gestrige Spitzenreiter der Mittagszeit, zählt dagegen zu den Verlierern. Dort enttäuscht die gestrige Strategiesitzung. Außerdem hat die UBS den Auto-Titel auf "Neutral" herabgestuft und auf den schwachen Dollar verwiesen. Merck wurde von der Deutschen Bank auf "Halten" gesenkt. Die Markterwartungen für den LCD-Bereich seien zu hoch, heißt es dort.
Rohstoffe: US-Kontrakt weiter über 80 Dollar
Der Kontrakt für Brent Crude kostet 79,95 Dollar. Der Future für die US-Sorte WTI pendelt bei 82,74 Dollar. Der Gold-Kontrakt bewegt sich bei 737.60 Dollar.
Dominanz der Discount-Zertifikate
Viele Investoren setzen derzeit auf Renditeprodukte. Wie in den Vortagen dominieren an der Plattform Scoach Frankfurt wieder die Discount-Zertifikate. Umsatzspitzenreiter bei den Anlageprodukten ist derzeit ein Discount-Zertifikat auf den DAX, emittiert von der Société Générale (WKN: SG0HP0). Dort liegt der Umsatz bei 3 Millionen Euro.
An 2. Stelle liegt derzeit ein Discount-Zertifikat auf den DJ Euro STOXX 50 Price Index, ebenfalls von der Société Générale emittiert (WKN: SG0FB4). Dort beträgt der Umsatz ebenfalls 3 Millionen Euro.
Hohe Umsätze zeigt auch ein Discount-Zertifikat auf die Deutsche Bank, emittiert von der Commerzbank (WKN: CB6TYU).
Ausblick Termine USA
Die Futures an der Wall Street sind wieder in Minus gerutscht und verkünden einen flauen Start der US-Märkte. Der Verlauf dürfte von der Flut der heutigen Nachrichten beeinflusst werden. Um 14:30 Uhr werden die Haushaltseinkommen und -ausgaben (August) sowie die Verbraucherinflation gemeldet. Um 15.45 folgt der Chicago Einkaufsmanager Index (Industrieentwicklung September) und um 16:00 werden die Bauausgaben (August) und Verbrauchervertrauen der Universität Michigan (September) berichtet.
(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Börse Frankfurt Smart Trading AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)
AXC0182 2007-09-28/14:35
