Anzeige
Mehr »
Dienstag, 09.06.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Pentagon in Alarmbereitschaft? Dieser Rohstoff könnte jetzt Gold in den Schatten stellen
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
2 Leser
Artikel bewerten:
(0)

pressetext.de: Die Pleitewelle gerät endlich ins Stocken - Insolvenzverfahren gegen natürliche Personen 2007 nur leicht über dem Vorjahr

DJ pressetext.de: Die Pleitewelle gerät endlich ins Stocken - Insolvenzverfahren gegen natürliche Personen 2007 nur leicht über dem Vorjahr

Bremen (pts/10.10.2007/12:30) - Zahl der Insolvenzen natürlicher Personen 
verharrt auf dramatischer Höhe, der befürchtete Sprung auf mehr als 180.000 
Verfahren wird aber 2007 nicht stattfinden - 2007 wird voraussichtlich gegen 
rund 140.000 Personen ein Insolvenzverfahren eröffnet - 2008 ist ein 
Rückgang der Insolvenzzahl möglich - Insolvenzlandkarte zeigt: Land- und 
Stadtkreise von Insolvenzwelle weiterhin unterschiedlich stark betroffen 
 
Jahrelang ist die Zahl der gegen natürliche Personen eröffneten 
Insolvenzverfahren dramatisch angestiegen - in diesem Jahr ist erstmals ein 
Lichtblick zu sehen. Entgegen aller Prognosen ist die Verfahrenszahl in den 
ersten drei Quartalen kaum noch angestiegen - das lässt für die Jahresbilanz 
hoffen. Von Januar bis September 2007 wurden mit 100.770 Fällen nur noch 
1,67 Prozent mehr Verfahren als im gleichen Zeitraum des Vorjahres (98.591) 
eröffnet. Von 2005 auf 2006 hatte dieser Anstieg ähnlich wie in den früheren 
Jahren aber noch bei 27,6 Prozent gelegen. 
 
"Das bedeutet, dass wir in diesem Jahr mit etwa 140.000 Verfahren rechnen 
können. Das ist zwar immer noch eine dramatisch hohe Zahl, befürchtet hatten 
wir für 2007 jedoch mehr als 180.000 Insolvenzen natürlicher Personen. 
Allerdings könnte es auf Grund der für 2008 geplanten Insolvenzrechtsreform 
noch zu Torschlusspanik artigen Vorzieheffekten kommen, weil Schuldner die 
dann für sie drohende Beteiligung an den Verfahrenskosten vermeiden wollen. 
In der Prognose besteht unabhängig davon für das Jahr 2008 die Chance, dass 
die Zahl der Insolvenzen erstmals seit Ende der neunziger Jahre zurückgehen 
könnte. Sicherlich haben die positive Konjunkturentwicklung und der Rückgang 
der Arbeitslosenzahlen hier bereits ihre Wirkung gezeigt", sagte Stephan 
Jender, Geschäftsführer der Seghorn Inkasso GmbH, heute bei der Vorstellung 
der neuen bundesweiten Insolvenz-Landkarte. Die in dieser Form in 
Deutschland einmalige Analyse wurde damit bereits zum vierten Mal 
durchgeführt und erlaubt die Beurteilung des deutschen Insolvenzgeschehens 
auf Landes- und auf Landkreisebene. 
 
Alle Verfahren gegen Personen analysiert 
Der Begriff "Insolvenzen natürlicher Personen" umfasst nicht nur 
Verbraucher, sondern einen deutlich größeren Personenkreis: Zu ihnen zählen 
auch ehemals oder noch aktiv selbstständig Tätige sowie Personen, die 
Gesellschafter von Firmen sind oder waren. Hinzu kommt die allerdings sehr 
geringe Zahl überschuldeter Nachlässe. 
 
Auf Grund von Daten, die gezielt für diese Studie ausgewertet wurden, hat 
die volkswirtschaftliche Abteilung der Seghorn Inkasso GmbH für jeden der 
439 Stadt- und Landkreise die Zahl der eröffneten Insolvenzverfahren 
natürlicher Personen mit der Bevölkerungszahl in Verhältnis gesetzt. Hieraus 
hat das Unternehmen ein bundesweites Ranking erarbeitet. 
 
Allen 439 Kreisen ist in der Insolvenzlandkarte eine der vier Farben rot, 
orange, gelb oder grün zugeteilt worden. In jede dieser Klassen wurde etwa 
ein Viertel der Kreise eingruppiert. Die Einstufung richtet sich nach der 
Zahl an eröffneten Insolvenzverfahren pro 100.000 Einwohner. Rot steht für 
die 110 Stadt- und Landkreisen mit der höchsten Pleitenquote. Sie 
verzeichnen zwischen 152 und 377 Insolvenzen pro 100.000 Einwohner, während 
der Bundesdurchschnitt bei lediglich 122 (gegenüber 120 im Vorjahr) liegt. 
 
Die Bundesländer im Vergleich 
Bei der Negativ-Analyse auf Bundesländerebene erhalten Brandenburg mit 169 
Fällen je 100.000 Einwohnern, Sachsen-Anhalt mit 164, Schleswig-Holstein und 
Bremen mit jeweils 160, Berlin mit 158 und Niedersachsen mit 155 die 
warnende Rotfärbung. 
Hervorzuheben ist, dass insbesondere Vorjahres-Negativ-Spitzenreiter Bremen 
in den ersten drei Quartalen diesen Jahres einen Rückgang der absoluten 
Fallzahl um 45 Prozent von 1.933 auf 1.060 Fälle zu verzeichnen hat. Auch 
Mecklenburg-Vorpommern meldet mit minus 27,9 Prozent (von 2.693 auf 1.929 
Fälle) eine sehr positive Entwicklung. Im Saarland ging die Zahl immerhin um 
10,7 Prozent von 1.777 auf 1.572 Fälle zurück. 
Deutliche Zuwächse meldeten dagegen auch in diesem Jahr wieder Hessen mit 
plus 12,0 Prozent (von 6.078 auf 6.801 Fälle), Brandenburg mit plus 11,9 
Prozent (von 3.869 auf 4.316 Fälle), Sachsen-Anhalt mit plus 9,3 Prozent 
(von 3.714 auf 4.014 Fälle) sowie mit jeweils 7,8 Prozent 
Nordrhein-Westfalen (von 20.976 auf 22.568 Fälle) und Thüringen (von 2.710 
auf 2.895 Fälle). 
 
Auf Landkreisebene sieht dieses Bild jedoch anders aus. Hier fallen größere 
Regionen in Niedersachsen, insbesondere fast das gesamte Südniedersachsen, 
sowie Ostfriesland rot gefärbt ins Bild. In Sachsen-Anhalt ziehen sich zwei 
Streifen durch die Landesmitte. In Mecklenburg-Vorpommern sind mehrere 
Kreise an der südöstlichen Grenze zu Brandenburg betroffen, während sich die 
Küstenkreise gegenüber dem Vorjahr erholt haben und nun orange 
beziehungsweise grün präsentiert werden. In Brandenburg selbst leuchten 
inzwischen zahlreiche Kreise rot. 
 
In Baden-Württemberg (87 Fälle je 100.000 Einwohner) und Bayern (90 Fälle) 
dominieren dagegen die Farben grün und gelb. Hessen (112 Fälle), 
Rheinland-Pfalz (110 Fälle), Nordrhein-Westfalen und Thüringen (jeweils 125 
Fälle) bieten gemischte Farbspektren mit grün, gelb und orange. 
 
439 deutsche Kreise im Vergleich - Stadtkreise stärker betroffen 
Auf Land- beziehungsweise Stadtkreisebene kommen über den Vergleich der 
Bundesländer hinaus strukturelle Unterschiede deutlicher zum Tragen. Demnach 
sind Stadtkreise weiterhin überproportional von der Insolvenzwelle 
betroffen: neun der zehn Verwaltungseinheiten in der Negativ-Spitzengruppe 
sind wiederum Stadtkreise. Die Stadtkreise Pirmasens (Rheinland-Pfalz) und 
Delmenhorst (Niedersachsen) weisen wie in den Vorjahren für die ersten drei 
Quartale 2007 deutschlandweit die höchste Quote an Insolvenzverfahren 
natürlicher Personen auf. Während bundesweit in den ersten neun Monaten 
diesen Jahres durchschnittlich 122 Insolvenzverfahren pro 100.000 Einwohner 
(plus 1,67 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum) eröffnet wurden, waren 
es in Pirmasens mit 377, Delmenhorst mit 307 und Wilhelmshaven mit 287 
jeweils drei Mal beziehungsweise zweieinhalb Mal so viel. 
 
Allerdings ist in allen drei Stadtkreisen die Zahl spürbar zurückgegangen: 
Der Rückgang betrug in Pirmasens 11,1 Prozent, in Delmenhorst sogar 22,5 
Prozent und in Wilhelmshaven immerhin noch 5,0 Prozent. Eine noch 
deutlichere Entspannung gab es auch in Bremen. Während die Stadt im 
vergangenen Jahr mit 334 Fällen pro 100.000 Einwohner nach einem Anstieg um 
128,8 Prozent noch auf dem dritten Platz lag, ist die Zahl nunmehr um 45,9 
Prozent zurückgegangen. Bremen findet sich damit in diesem Jahr 
erfreulicherweise erst auf Platz 59. 
 
Auf dem vierten Platz liegt auf Grund eines Anstiegs der Fälle um 20,1 
Prozent in diesem Jahr der Stadtkreis Leipzig mit 281 Pleiten je 100.000 
Einwohner. Auf den weiteren Plätzen folgen die Stadtkreise Neumünster 
(Schleswig-Holstein) und Plauen (Sachsen) mit jeweils 269 Fällen (je 100.000 
Einwohner), wobei Neumünster ein Plus um 7,2 und Plauen um 29,3 Prozent zu 
verzeichnen hatten. Platz sieben nimmt jetzt Offenbach am Main mit 263 pro 
100.000 ein, nach einem Anstieg um 63,5 Prozent folgt auf Platz acht jetzt 
der Stadtkreis Salzgitter (Niedersachsen) mit 260 pro 100.000. Als einziger 
Landkreis findet sich unter den Negativ-Top-10 trotz eines leichten 
Rückganges um 2,8 Prozent Weißenfels (Sachsen-Anhalt) mit 243 Insolvenzen 
pro 100.000 Einwohner. 
 
Weitere Entspannung am positiven Ende der Skala 
Die geringste Zahl an Insolvenzen natürlicher Personen pro 100.000 Einwohner 
meldeten in diesem Jahr bis zum 30. September die Landkreise Rhön-Grabfeld 
(Bayern, 28 Fälle), Ostvorpommern (Mecklenburg-Vorpommern, 37 Fälle), 
Waldshut (Baden-Württemberg, 39 Fälle), Starnberg (Bayern, 42 Fälle) und der 
Stadtkreis Heidelberg (Baden-Württemberg, 42 Fälle). In allen fünf Kreisen 
war die Zahl der Insolvenzen natürlicher Personen in diesem Jahr um jeweils 
mehr als 20 Prozent zurückgegangen. 
 
Sechs Kreise mit halbierten Fallzahlen 
Die größten Rückgänge der Insolvenzzahlen meldete der Landkreis 
Nordvorpommern (minus 56,6 Prozent), der Stadtkreis Stralsund 
(Mecklenburg-Vorpommern, minus 56,4 Prozent), der Landkreis Kusel in 
Rheinland-Pfalz mit minus 55 Prozent, der Landkreis Lichtenfels (Bayern) mit 
minus 53,4 Prozent, der Landkreis Rügen (Mecklenburg-Vorpommern) mit minus 
50 Prozent und der bayerische Landkreis Kronach mit minus 49,5 Prozent. 
 
Vier Kreise mit verdoppelten Fallzahlen 
Eine als dramatisch zu bezeichnende Verdopplung der Insolvenzen Natürlicher 
Personen meldeten vier Landkreise. Am schlimmsten traf es den Stadtkreis 
Neustadt an der Weinstraße (Rheinland-Pfalz) mit einem Anstieg um 143 
Prozent. Der Landkreis Altenburger Land in Thüringen meldete ein Plus von 
108 Prozent, der Stadtkreis Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) ein Plus von 102 
Prozent und der bayerische Landkreise Main-Spessart einen Anstieg um 97 
Prozent. 
 
Seghorn-Studie: Mangelnde Finanzkompetenz Hauptproblem 
Seghorn-Geschäftsführer Stephan Jender verwies abschließend darauf, dass 
zumindest bei Verbrauchern eine mangelnde Finanzkompetenz der Hauptgrund für 
Überschuldungsprobleme sei. Hierzu habe sein Unternehmen bereits im Sommer 
letzten Jahres eine Studie unter dem Titel "Überschuldung und Prävention" 
vorgestellt. Knapp ein Drittel der 1.996 befragten Verbraucher mit akuten 

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

October 10, 2007 06:30 ET (10:30 GMT)

© 2007 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Software-Aktien vor, die besonders aussichtsreich positioniert sind – mit starker Marktstellung, attraktiver Bewertung und hohem Aufholpotenzial.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor der Software-Rebound Fahrt aufnimmt!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.