New York (BoerseGo.de) - Die US-Wirtschaft wird gemäß dem von Bloomberg erhobenen Konsens unter den Volkswirten einer Rezession entgehen, zumal die Verlangsamung des Konsums in keinen Kollaps der Ausgaben münden wird. Die Prognosen zur US-Wirtschaft sehen im Rahmen einer von 3. bis 8. Januar durchgeführten Umfrage für das erste Halbjahr ein Wachstum von durchschnittlich 1,5 Prozent vor. Dies entspreche der geringsten Expansion seit den letzten neun Monaten des Jahres 2001.
Die Volkswirte sehen die Chance für eine Rezession innerhalb der nächsten 12 Monate bei 40 Prozent. Neun von 47 befragten Ökonomen sehen die Wahrscheinlichkeit für eine Rezession bei 50 : 50. Fünf Experten sind vom Einsetzen einer Rezession überzeugt.
Gemäß dem Chef-Volkswirt der Bank of America, Mickey Levy, werden sich die wirtschaftlichen Aktivitäten auf niedrigem Niveau und am Rande einer Rezession bewegen. Ein Schrumpfungsprozess bleibe aber wahrscheinlich aus. Das Klima im Konsum ist klarerweise sehr flau, aber die Ausgaben seien nicht in Rückläufigkeit begriffen. Dies sei sehr wichtig. Zudem ist davon auszugehen, dass die US-Notenbank den Leitzins stärker als ursprünglich erwartet senkt. Bis Jahresmitte dürfte der Leitzins auf 3,5 Prozent sinken. Dadurch werde der Abwärtstrend der Konjunktur voraussichtlich gestoppt. Für das dritte Quartal sei mit einer Belebung des Wachstums zu rechnen. Das zweite Halbjahr könne daher mit einer Expansion von 2,5 Prozent einhergehen.
