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PRESSESTIMME BÖRSEN-ZEITUNG/Société Générale

DJ PRESSESTIMME BÖRSEN-ZEITUNG/Société Générale

Boutons Ausreden 
 
> Kommentar zum Betrugsskandal bei Société Générale, von Bernd Wittkowski. 
> 
 
Der Fußballer Jürgen Wegmann formulierte es einst so: "Erst hatten wir kein 
Glück, dann kam noch Pech dazu." Oder mit den Worten von Weltmeister Andy 
Brehme: "Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß." Was das mit der 
Finanzwelt zu tun hat? Ganz einfach: Haste 'ne Subprime-Krise und musst eh 
schon 2 Mrd. Euro abschreiben, haste auch noch 'nen Betrugsschaden von 5 
Mrd. Euro. Oder: Erst müssen wir die betrügerisch eingegangenen 
Risikopositionen glattstellen, dann kommt auch noch ein Aktiencrash dazu. 
"Pech gehabt", meint Daniel Bouton und verweist auf Murphys Gesetz: Läuft 
etwas schief, läuft alles schief. Doch irgendwie klangen die Ausreden der 
ehemaligen Kicker glaubwürdiger als beim Chef der Société Générale. Zudem 
fielen die Balltreter in der Regel nicht obendrein durch Arroganz auf, 
sondern zeigten immerhin so etwas wie Demut. 
 
Auch wenn Bouton seinen Rücktritt angeboten hat (den der Verwaltungsrat 
ablehnte): So kann man sich nicht aus der Affäre stehlen. "Ein kleiner 
Händler" verzockt an allen internen und externen Kontrollen vorbei fast 5 
Mrd. Euro, die Bank muss die irgendwann doch entdeckten Positionen auflösen 
und verschärft damit die Turbulenzen am Aktienmarkt, dann bittet sie die 
Aktionäre mit 5,5 Mrd. Euro zur Kasse - und geht mehr oder weniger zur 
Tagesordnung über. 
 
Man kann in diesen Wochen wirklich den Glauben an die Banken verlieren. Das 
hat weniger mit den Milliardenbelastungen an sich - sei es aus 
Subprime-Engagements, sei es aus einem rekordverdächtigen Betrugsfall - zu 
tun. Gründe sind vielmehr Systemfehler, die in einigen Häusern zu einem 
Debakel geführt haben, teilweise - wie nun in Frankreich - das Ausbleiben 
von Konsequenzen und nicht zuletzt die Kommunikation der ganzen Vorgänge. 
Wie wollen Banken normalen Menschen diese Schieflage im Kontrollsystem 
erklären: Ein Mittelständler, der ein paar hunderttausend Euro Kredit 
braucht, muss - sicher auch bei der SocGen - jedes Detail seiner Finanz- und 
Risikosituation entblößen und wird fortan nie mehr den Argusaugen des 
Geldgebers entkommen. Doch ein untergeordneter Händler kann 5 Mrd. Euro 
verbraten, bevor es auffällt? Würde ein derartiges totales Kontrollversagen 
in der Deutschen Bank ruchbar: Josef Ackermann und Chief Risk Officer Hugo 
Bänziger blieben nicht eine einzige Stunde länger im Amt. In Frankreich aber 
sagt man lapidar: "Pech gehabt". 
 
> Dies ist eine Pressestimme der Börsen-Zeitung. Für Text und Inhalt ist 
ausschließlich die Börsen-Zeitung verantwortlich. > Die geäußerten Ansichten 
reflektieren auch nicht die Ansichten von Dow Jones Newswires oder der Dow 
Jones and Company Inc. > 
 
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(END) Dow Jones Newswires

January 24, 2008 14:38 ET (19:38 GMT)

© 2008 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

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