DJ Finanzkrise gefährdet schuldenfreien Bundeshaushalt - SZ
BERLIN (Dow Jones)--Die Krise an den internationalen Finanzmärkten droht nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (SZ/Mittwochausgabe) zu einer Gefahr für die Haushaltsziele der Regierung zu werden. In der Koalition mehrten sich die Zweifel, ob der Bund wie geplant 2011 ohne neue Schulden auskommen könne. "Wenn das so weitergeht, können wir den Haushalt nicht ausgleichen", hieß es der Zeitung zufolge am Dienstag in Koalitionskreisen.
Noch seien Experten in Finanzministerium, Kanzleramt und Parlament mit einer Bestandsaufnahme der Lage beschäftigt. Im schlimmsten Fall hielten es die Fachleute aber für möglich, dass die Turbulenzen an den Finanzmärkten die Wirtschaftslage in Deutschland drastisch verschlechterten, berichtet die Zeitung weiter.
Unter diesen Bedingungen wäre ein Abbau der Neuverschuldung des Bundes nur noch schwer möglich, verlautete aus anderen Koalitionskreisen. Das Bündnis aus Union und SPD müsste ein Ziel aufgeben, das Kanzlerin Angela Merkel stets als Markenzeichen der Regierung bezeichnet habe.
Die verschlechterten Rahmenbedingungen werde Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) schon bei der nächsten Steuerschätzung im Mai zu spüren bekommen. Nach ersten Berechnungen aus dem Expertenkreis werden die Einnahmen des Staates 2008 etwa 4 Mrd EUR unter den bisherigen Annahmen liegen. Im Jahr 2009 sehe es ähnlich aus, eher sogar schlechter.
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March 18, 2008 14:57 ET (18:57 GMT)
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