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"Völlig losgelöst": Erfolgsstrategien für Mobile Business

DJ "Völlig losgelöst": Erfolgsstrategien für Mobile Business

ne-na.de/,,Völlig losgelöst": Erfolgsstrategien für Mobile Business 
 
Düsseldorf, 6. Mai 2008 - Die Zukunft der Arbeit ist mobil. Mit der 
zunehmenden Konvergenz, dem Zusammenwachsen von Festnetz, Internet, 
Mobilfunk und Medien lösen sich die bisherigen Marktgrenzen auf, neue 
inhaltliche Angebote können über ein einziges Endgerät genutzt werden - 
unabhängig von der Plattform und der Technologie. Arbeitseffizienz wird dann 
nicht mehr von der Anwesenheit in einem Büro abhängig sein. Die Zahl mobiler 
Unternehmensmitarbeiter wird vom Marktforschungsunternehmen IDC für 2009 auf 
850 Millionen beziffert. Technisch ist für sie immer mehr möglich, allein an 
der Akzeptanz hapert es bisweilen, wenn Mobile Business auch Früchte tragen 
soll. ,,Das Telefonieren ist die einzige Business-Anwendung im mobilen 
Bereich, die sich bis heute konstant durchsetzt. Es gibt natürlich die 
Nutzung der E-Mail-Anwendungen aber auf einem sehr niedrigen Niveau", sagte 
Omar Khorshed, Vorstandschef der Düsseldorfer acoreus AG, bei einem 
Expertengespräch über die Zukunft des Mobile Business. Dabei sei die Menge 
an verschiedenen Möglichkeiten des so genannten Mobile Business enorm. 
Hemmschuh Nummer eins waren lange Zeit hohe Datentarife. Deren Beseitigung 
dürften nun zu einer stärkeren sowie sorgloseren Nutzung mobiler Dienste 
führen. Aber: ,,Die Killerapplikation im Businessbereich bleibt erst mal die 
E-Mail. Darüber hinaus darf man nicht in großen Dimensionen denken, sondern 
in kleinen Schritten, in Nischen", erklärte Khorshed. 
 
Das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Experton Group hat immerhin 
herausgefunden, dass mobile Arbeiter täglich rund 100 Nachrichten an bis zu 
sieben verschiedenen Orten empfangen. Entscheidend sei, so IT-Experte Ralf 
Sürtenich, in welcher Form ein Unternehmen vom Einsatz mobiler Lösungen 
profitiere, nachdem ,,einige Jahre lang die Entwicklungen in der 
Telekommunikation immer unter dem Gesichtspunkt der Kostenreduktion 
beleuchtet wurde." Mittlerweile kristallisiere sich die Kernfrage bei den 
Nutzern heraus, in welchem Maß sie darüber hinaus profitieren könnten, 
gerade wenn es um Konvergenz gehe. ,,Anywhere at any time" skizziert 
Sürtenich seine Lesart von Mobile Business. ,,Mobile Business ist die 
Losgelöstheit des Anwenders von seinem Standort und von den technischen 
Möglichkeiten, die ihm der Standort bietet. Er kann auf die gleichen Medien 
zugreifen, sie bearbeiten, Information steuern, mit Lieferanten und Kunden 
kommunizieren." 
 
Bernhard Steimel sieht das Thema Mobile Business, Konvergenz und Unified 
Communication ,,beim Kunden noch gar nicht angekommen." Der Geschäftsführer 
von Mind Business Consultants und Sprecher der Voice Days hält eine 
intensive Marktkommunikation für notwendig, so dass man dem Mittelstand 
vermittelt, ,,wo die Benefits sind." Erst wenn der Anwender einen klaren 
Nutzen erkenne, werde er investieren", meint Steimel, der an das Beispiel 
DSL erinnerte. ,,Da gibt es bestimmt auch eine Reihe von Diensten, die 
interessant sind, beispielsweise Notification Services, mit denen man 
exklusiv auf einen Ausverkauf aufmerksam machen und noch eine virtuelle 
Rabattmarke mitschicken kann. So kann Mobile Business im Kundenservice 
aussehen", so der Autor der Studie ,,Praxisleitfaden Mobile Marketing". 
Banken, Finanzdienstleister und Versicherungen nutzten mobile 
Transaktionsdienste ebenso wie Mobile Advertising und Mobile Direct Response 
Service mit großem Erfolg. Für Medienhäuser und Entertainment-Anbieter diene 
das mobile Medium als Absatzkanal, zur Reichweitenverlängerung und 
Generierung von Werbeeinnahmen. 
 
Hindernisse bei der Verbreitung von Mobile Business Angeboten sieht Omar 
Khorshed vor allem auf Seiten der Mobilfunkanbieter, die zu lange einseitig 
versucht haben, Angebote zu etablieren, ohne tatsächlich auf 
Kundenbedürfnisse einzugehen. Daher fordert er, die Netze zu öffnen, dann 
werde es einen Ideenwettbewerb mit neuen mobilen Angeboten geben. In Zukunft 
würden diverseste Plattformbetreiber dabei Geld verdienen können. ,,Ob das 
jetzt eine technische Plattform ist, eine kommerzielle Plattform oder eine 
Marke in Vertriebsplattform, das sind diejenigen, die Geld verdienen 
werden." Somit erhielten auch mehr mittelständische Unternehmen die 
Möglichkeit, sich hier erfolgreich zu engagieren. Steimel erwartet, dass es 
in erster Linie die Medienhäuser und Internetgiganten sein werden, die hier 
punkten und erfolgreiche Services anbieten werden. Das führt nach Ansicht 
von Andreas Dippelhofer, Mitglied der acoreus-Geschäftsleitung, die 
Netzbetreiber zu starkem Umdenken, weil die Unternehmensstrategie sich 
dahingehend ändern werde, dass sie Plattformbetreiber würden. Ein 
Netzbetreiber werde ,,Dienstleister, der Zugang zu Endkunden bereitstellt für 
andere, die Inhalte transportiert wissen wollen." Gleichwohl müsse eine 
solche Plattform Mehrwert bieten, so wie es bei Google der Fall sei. 
Gleichzeitig müsse sie Neutralität und Interessen der Nutzer wahren. 
Dippelhofer machte einen weiteren Trend im Mobile Business aus: ,,Local statt 
global. Durch die Möglichkeit der Differenzierung auf lokalisierte Dienste, 
auf geografische Nähe, wird es die Möglichkeit geben, neue Mehrwerte zu 
schaffen. Denn die Kunden interessieren sich immer noch am meisten für das, 
was in ihrer direkten Umgebung passiert." Insgesamt erwarten die Experten 
aus dem Bereich des Endverbrauchers mehr Inspiration als aus dem 
Business-Segment, weil dort oft individuelle Lösungen gefragt seien, ,,stark 
an der unmittelbaren Problemlösung des Kunden orientiert", betonte Steimel. 
 
Eine wichtige Rolle für die Kundenbindung kommt nach Ansicht der 
Expertenrunde den virtuellen Mobilfunkanbietern (Mobile Virtual Network 
Operator/MVNO) zu, insbesondere als Unterstützung von Marketing- und 
Vertriebsmaßnahmen. Wer hier geschickt handelt, kann offensichtlich Vorteile 
in einem wachsenden Markt erzielen. Ein MVNO sei schließlich nichts anderes 
als eine Plattform, so Khorshed, ,,keine technische, sondern eine 
kommerzielle Plattform für bestimmte Kundensegmente. Unternehmen überlegen 
sich, was sie ihren Kunden darüber anbieten, wie sie eine Community aufbauen 
können", so der acoreus-Vorstand. Außerdem: ,,Wir werden 
produktdifferenzierende MVNO's sehen, die viel stärker das Thema 
Datenkommunikation in den Vordergrund stellen als den Preiskampf bei Sprache 
und SMS", ergänzte Dippelhofer. Im vergangenen Jahr hatten eine Reihe von 
Billiganbietern den Einstieg in den MVNO-Markt gewagt, denen nach 
Expertenmeinung weitere auch aus dem Premiumsegment folgen könnten. 
Medienunternehmen, Fernsehsender oder Fußballclubs könnten ihre Kunden mit 
zielgruppenspezifischen Themen und Diensten erfolgreich bedienen. Acoreus 
etwa hat erst vor einigen Wochen ein Angebot für Fußball-Bundesligist 1. FC 
Nürnberg realisiert. Unter dem Motto ,,Dein Handy wird Cluberer" können 
Clubmitglieder in ihrem eigenen Mobilfunknetz unbegrenzt kostenlos 
telefonieren. Zusätzlich gibt es exklusive Club-Informationen per SMS. Eine 
Meldung vom Medienbüro Sohn. Für den Inhalt ist das Medienbüro Sohn 
verantwortlich. 
 
 

(END) Dow Jones Newswires

May 06, 2008 07:37 ET (11:37 GMT)

© 2008 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
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