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ne-na.de/"Ich möchte den Baum umfahren!": Warum sich Computer beim Lernen der menschlichen Sprache so schwer tun

DJ ne-na.de/"Ich möchte den Baum umfahren!": Warum sich Computer beim Lernen der menschlichen Sprache so schwer tun

ne*na.de/,,Ich möchte den Baum umfahren!": Warum sich Computer beim Lernen 
der menschlichen Sprache so schwer tun - Der Teufel steckt im Detail 
 
Bonn/Berlin, 16. Mai 2008 * ,,Ich habe Sie nicht verstanden, bitte 
wiederholen Sie Ihre Eingabe" * so die Antwort eines roboterhaft 
gestikulierenden Gemüsehändlers auf die Anfrage einer Kundin nach drei 
Äpfeln in einer Fernsehwerbung. Diese Satire über die maschinelle 
Spracherkennung und ihre Tücken löst beim Zuschauer Lachkrämpfe aus und 
eröffnet bei näherer Betrachtung ein kompliziertes und zweischneidiges Feld. 
Soll die Spracherkennung für den Menschen bei der Mensch*Maschine 
Kommunikation eigentlich einen größeren Komfort bieten, krankt sie in der 
Praxis oft an Unzulänglichkeiten. 
 
Einige Unternehmen fürchten daher immer noch einen Imageverlust durch den 
Einsatz von Sprachapplikationen. Eine Technologie, die nicht perfekt 
funktioniere, könne dem Kundenvertrauen schaden. Doch dieser Zusammenhang 
ist bei weitem nicht eindeutig. So zeigt eine Studie des Fraunhofer 
Instituts http://www.fraunhofer.de, dass Unternehmen, die 
Sprachapplikationen einsetzen, als innovativ und professionell wahrgenommen 
werden. Einzelne Anwendungen, wie etwa eine Fahrplanauskunft, funktionieren 
außerdem heutzutage zuverlässig und stabil. Denn hier kann der Computer auf 
ein beschränktes Vokabular des Bedieners trainiert werden. 
 
Doch weltweit forschen Informatiker, Ingenieure, Phonetiker und Linguisten 
an Größerem. Der Computer soll nicht nur die Sprache des Menschen erkennen 
können, sondern auch ihren Inhalt verstehen lernen. ,,Moderne Systeme 
betrachten den Nutzer als Partner und ermöglichen natürlich*sprachliche 
Dialoge in höchster Qualität. Für Unternehmen bedeutet das eine hohe 
Kundenzufriedenheit", so die Erfahrung von Lupo Pape, Geschäftsführer des 
Berliner Unternehmens SemanticEdge http://www.semanticedge.de. 
 
Bereits 1993 begann das Bundesministerium für Bildung und Forschung 
http://www.bmbf.de mit dem Projekt Verbmobil. Das System funktioniert in 
Dialogsituationen am Telefon als automatischer Dolmetscher. Es erkennt 
gesprochene Spontansprache, übersetzt sie in eine Fremdsprache und gibt sie 
aus. Eine Stolperfalle sind dabei die so genannten Homophone. Das sind 
Wörter mit unterschiedlicher Bedeutung, die allerdings akustisch exakt 
gleich klingen * etwa ,,Meer" und ,,mehr". Was für uns selbstverständlich und 
aus dem jeweiligen Bezug heraus unterscheidbar ist, bedeutet für 
Spracherkennungssysteme eine große Herausforderung. ,,Nichts erscheint uns so 
vertraut wie die Stimme. Doch sobald wir ihren Gebrauch näher betrachten, 
zeigt sich, dass sie voller Tücken und Paradoxien ist. Was die Stimme aus 
dem Meer von Lauten und Geräuschen hervorhebt, was sie in der unendlichen 
Reihe akustischer Phänomene zu etwas Besonderem macht, ist ihr innerer Bezug 
zur Bedeutung", erklärt der Autor Mladen Dolar in seinem Buch ,,His Master´s 
Voice. Eine Theorie der Stimme". 
 
Das System muss also den inhaltlichen Kontext berücksichtigen und verstehen, 
dass der Satz ,,Ich will ans mehr" keinen Sinn ergibt. Andernfalls würden 
Übersetzungen wie ,,I want to go to the more" zustande kommen. Ebenso wichtig 
ist die korrekte Erkennung von Akzentuierungen. So ergibt sich im Satz ,,Ich 
möchte den Baum umfahren" durch die bloße Verschiebung des Akzents ein 
Bedeutungsunterschied. Wollen wir dem Baum ausweichen oder über ihn drüber 
fahren? Für uns intuitiv unterscheidbar, für die Maschine während des 
Verstehensprozesses aber die Frage der Unterscheidung einer winzigen 
physikalischen Nuance. 
 
Bei der Erkennung natürlicher Sprache muss ein System zudem mit einer 
Vielzahl von Aussprachevarianten umgehen können. Denn der Mensch als 
Produzent von Sprache ist in der Regel zu faul, jede Silbe eines Satzes 
korrekt zu artikulieren. So kann der Satz ,,Was haben wir heute für ein 
Datum?" derart reduziert artikuliert werden, dass am Ende ,,Was hammer denn 
heut?" übrig bleibt. Der Teufel steckt also im Detail und lässt sich nur mit 
mehr Forschungszeit austreiben. Und in Anbetracht dieser Tücken und der 
technologischen Fortschritte gilt es im sprachlichen Umgang mit Computern 
bis dahin geduldig Nachsicht walten zu lassen. Eine Meldung vom Medienbüro 
Sohn. Für den Inhalt ist das Medienbüro Sohn verantwortlich. 
 
 

(END) Dow Jones Newswires

May 16, 2008 04:46 ET (08:46 GMT)

© 2008 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

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