DJ BANKINGCLUB / Zukunftspreis 2008 geht an: Josef Ackermann!
Liebe Leser, th * Zukunftspreis 2008 geht an: Josef Ackermann. Einmal im Jahr wird er im historischen Bundestag in Bonn verliehen, der Zukunftspreis der Initiative Forum Zukunft e.V. Mit diesem Preis sollen herausragende Persönlichkeiten geehrt werden, die sich um den Dialog zwischen Politik, Entscheidern der Wirtschaft, Behörden und Persönlichkeiten unserer Gesellschaft verdient gemacht haben. Engagement und Weitblick hat das Kuratorium Josef Ackermann beim Lenken der Deutschen Bank attestiert. Seine Strategie habe die Deutsche Bank zu einem führenden Institut in der europäischen Finanzwelt geformt und auch ein gutes Licht auf den Finanzplatz Deutschland geworfen. Der Preis zeigt, dass Ackermann nun auch auf deutschem Boden * als internationaler Banker hat er ohnehin nie Ansehen eingebüßt * in den vergangenen Monaten einen deutlichen Reputationsgewinn verzeichnen konnte. Das Victory*Zeichen im Mannesmann*Prozess scheint fast vergessen. Der Deutsche Bank-Konzern macht auch hierzulande wieder merklichen Umsatz im Retailsegment. Wer hätte daran noch zu Zeiten einer schlingernden Bank24*Strategie geglaubt? Jetzt zeigt sich, dass das Retailgeschäft vor allem in Krisenzeiten eine solide und skalierbare Säule im Ertragsmanagement eines Finanzhauses darstellt. Bis zur Überreichung des Preises durch José Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommision und Preisträger 2007, wird sich Deutsche Bank*Chef Ackermann zwar noch bis zum 13. November gedulden müssen, wir senden an dieser Stelle aber schon jetzt herzliche Glückwünsche nach Frankfurt. Und wer weiß, was im November vielleicht schon alles über die Postbank oder Citibank zu berichten ist * zwei attraktive Leuchtsterne am deutschen Retailhimmel. *+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+* Keine Finanzprodukte neben Obst und Gemüse. Deutschlands zweitgrößter Lebensmittelhändler Rewe darf in seinen Filialen keine Versicherungsverträge mehr verkaufen. Das Landgericht Wiesbaden entschied in einem jüngst veröffentlichten Urteil (Aktenzeichen: Landgericht Wiesbaden 11 O 8/08), der Handelsriese verfüge nicht über die für die Vermittlung von Versicherungen nach der Gewerbeordnung notwendige Erlaubnis. Nach Einschätzung des Arbeitgeberverbandes der finanzdienstleistenden Wirtschaft (AfW) kann das Urteil Auswirkungen auf die gesamte Versicherungsbranche und ihre Zusammenarbeit mit Einzelhandelsunternehmen haben. ,,Geplante und bereits durchgeführte Vertriebsaktionen müssen, im Interesse einer guten und umfassenden Beratung der Verbraucher durch qualifizierte Vermittler, überdacht oder abgesagt werden", sagte der geschäftsführende Vorstand des AfW, Norman Wirth, in Berlin. Ob Rewe Rechtsmittel gegen das Urteil einlege, werde sich erst in den nächsten Wochen entscheiden, sagte ein Unternehmenssprecher. ,,Wir müssen uns zunächst die Urteilsbegründung genau anschauen und dann sehen wir weiter", betonte er. Nach Angaben einer Justizsprecherin hatte der Rewe*Konzern von September bis Oktober 2007 in Filialen seiner Discount*Tochter Penny Versicherungspakete der Arag angeboten, die aus einer Unfallversicherung, einem Opferrechtsschutz und einem Schutzbrief bestanden. Eine Justizsprecherin betonte, eine Erlaubnis nach der Gewerbeordnung sei für derartige Geschäfte nach einer EU*Richtlinie aus dem Mai 2007 notwendig. Geklagt gegen Rewe hatte der Arbeitgeberverband der finanzdienstleistenden Wirtschaft (AfW), eine berufständische Interessenvertretung unabhängiger Finanzdienstleister. *+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+* Podiumsdiskussion zum Thema Fondsrating auf der funs & finance 2008 (04. * 05. Juni). Am zweiten Messetag moderiert Dr. Everling um 14 Uhr die hochkarätig besetzte Diskussion mit dem Titel ,,Chancen und Risiken von Fondsratings". Das gerade nach der Kreditkrise enorm wichtig gewordene Thema Rating, diskutiert Dr. Everling kontrovers mit Dr. Tobias Schmidt, Jella Benner*Heinacher, Peter Raab und Matthias Wessling. Insbesondere werden die Ratingkriterien und Ratingsysteme für Investmentfonds sowie der Nutzen und die Funktion, die Ratings bei jeder Investmententscheidung einnehmen, konferiert. Passend zum Thema werden vom Gabler Verlag unter allen Gästen der funds & finance fünf Fachbücher zum Thema ,,Finanzrating Gestaltungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Bonität" von Dr. Everling verlost. Zur Teilnahme genügt Ihre Online Anmeldung unter: www.siehr*event.de *+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+* Einladung 99 Irrtümer des Networking. Networking, Modethema oder Akquisehilfe? Können Sie mit Networking erfolgreicher werden? Nur, wenn Sie die 99 Irrtümer vermeiden, die Thorsten Hahn in den letzten Jahren gesammelt hat. Ein paar dieser Irrtümer verrät er dem Publikum auf der funds&finance (04. Juni/14.00 Uhr). Schaun Sie doch mal vorbei! Der BANKINGCLUB ist dort auch mit einem Stand vertreten und wir schenken jedem Besucher am Stand drei Monate Mitgliedschaft im Club! Dort können Sie dann mit dem Networking gleich beginnen. Sie finden uns hier: Stand D 26. *+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+* Moral*Hazard-Risiko entfällt bei Kleinbanken. DÜSSELDORF/BONN, 15.5.2008. - Von Stefan Hirschmann * Die staatlichen Institutionen, die für die Stabilität des internationalen Finanzsystems die Hauptverantwortung tragen, haben in schwierigen Situationen große Entscheidungsstärke bewiesen * allen voran die amerikanische Notenbank bei der Rettung der Investmentbank Bear Stearns. ,,Wäre Bear Stearns in die Insolvenz geschlittert, hätte niemand die Folgen für das internationale Finanzsystem einschätzen können", so Jochen Sanio, Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), auf der Jahrespressekonferenz der Behörde in Bonn. Der Fall Bear Stearns habe eine neue Doktrin ins Leben gerufen: ,,too connected to fail" * zu stark vernetzt, als dass man das Institut untergehen lassen könnte. ,,Die dadurch geweckte Erwartung, dass Schlüsselspieler im internationalen Finanzgeschehen aufgefangen werden, hat beruhigend gewirkt", erklärte Sanio. Der BaFin*Präsident warnte indes vor dem Moral-Hazard-Problem, das sich aus staat*lichem Eingreifen ergebe. Jetzt sei es höchste Zeit, von Notfallmedizin auf Prävention umzuschalten. Antworten auf die großen Fragen, die sich angesichts der Subprime*Katastrophe stellten, gebe der Report des Financial Stability Forums über Maßnahmen zur Stärkung der Stabilität der Märkte und Finanzinstitutionen (,,Report of the Financial Stability Forum on Enhancing Market and Institutional Resilience" ). Der Report definiert die Etappen für die kommende regulatorische ,,tour de force", die dem enormen Handlungsdruck geschuldet ist, den die Subprime*Krise ausgelöst hat. Die systematische Deregulierung der vergangenen Jahre habe sich als gefährlicher Irrweg erwiesen, sagte Sanio. Kenngröße systemische Risiken. ,,Too big to fall", zu groß, um zu fallen, ist angesichts der Finanzkrise ein gern verwendetes Prädikat für die Bankenriesen. Aber wie groß muss eine Bank sein, um den allgemeinen Risiken des Kreditwesens und des Kapitalmarkts die Stirn bieten zu können? Angesichts der jüngeren Schieflagen und Schließungen von kleinen Kreditinstituten wie DüsselHyp, Falkebank oder Weserbank sind Branchenexperten dazu geneigt, eine Mindestgröße anzusetzen, die der Bank eine Relevanz im Interbankenmarkt verschafft, so dass eine Schließung des Instituts systemische Risiken nach sich ziehen könnte. Größe allein kann nicht die relevante Kennzahl sein, meint dagegen Stefan Pelger von der Compagnie de Banque Privee (CBP) in Luxemburg. ,,Leistung hat vor allem dann einen Wert, wenn sie in einem gesunden Verhältnis zu den eingegangenen Risiken steht", so Pelger, dessen Bank erst seit rund 12 Monaten operativ am Markt tätig ist. Die CBP steht weitgehend im Besitz der Firmengründer, industrieller Anteilseigner sowie der Banque et Caisse d`Epargne de l`Etat de Luxembourg und bietet keine hauseigenen Produkte an, sondern öffnet ihren Kunden als Vermögensverwalter einen Zugang zu allen auf dem Markt verfügbaren Anlageprodukten. Dadurch entfällt zwar auf der einen Seite das klassische Emittentenrisiko, auf der anderen Seite konzentrieren sich die Risiken auf die Kapitalanlage. ,,Deshalb muss das Risikomanagement in allen Ebenen des Investitionsprozesses integriert werden", so Pelger im Rahmen des Düsseldorfer Finanz Forums. Dabei würden modernste Instrumente eingesetzt, um so das Gesamtrisiko der Kundenportfolios zu senken. Dabei lasse sich das Konzept nicht auf irgendeine mathematische Formel reduzieren, sondern auf das schlichte und dennoch umso konkretere Risiko finanzieller Verluste. Fall Bear Stearns ruft eine neue Doktrin ins Leben. Hat die Formel ,,Too big to fall" somit ihre Gültigkeit verloren? Der Fall Bear Stearns hat eine neue Doktrin ins Leben gerufen: ,,Too connected to fail" * zu stark vernetzt, als dass man das Institut untergehen lassen könnte. Die dadurch geweckte Erwartung, dass Schlüsselspieler im internationalen Finanzgeschehen aufgefangen werden, hat beruhigend gewirkt. Die Marktteilnehmer zweifeln nun nicht mehr daran, dass kurzfristig auch Rettungsaktionen der allergrößten Dimension ökonomisch machbar sind. ,,Auf das von Zynikern geprägte Motto ,too big to be saved` können wir auch gut verzichten", sagt BaFin*Präsident Sanio. Mit der Feststellung, dass Banken einer bestimmten Größenordnung und
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
May 25, 2008 10:43 ET (14:43 GMT)
DJ BANKINGCLUB / Zukunftspreis 2008 geht an: Josef -2-
Marktstellung offenbar gerettet werden müssen, könne es natürlich nicht sein Bewenden haben. ,,Damit einher geht nämlich ein Moral*Hazard-Problem, das alles in den Schatten stellt, was wir bisher an gefährlicher Fehlsteuerung menschlichen Verhaltens gekannt haben. Banker, die meinen, sie genössen im Falle eines Falles unbegrenzten Versicherungsschutz, sind permanent der Versuchung ausgesetzt, übersteigerte Risiken einzugehen", weiß Sanio. Dagegen müssten die Aufseher konsequent angehen, was allerdings ,,am Rande des Abgrunds" nur schwer möglich sei. Dort sei ,,heilen eindeutig besser als vorbeugen". Doch jetzt ist es nach Ansicht des obersten Bankenaufsehers höchste Zeit, von Notfallmedizin auf Prävention umzuschalten. ,,Wir müssen schleunigst die aufsichtlichen Lehren aus den Erfahrungen der Subprime*Krise ziehen und die Schwachstellen beseitigen, die die Stabilität des internationalen Finanzsystems gefährdet haben", fordert Sanio. Angesichts des Ausmaßes der Krise sei nur zu verständlich, dass die G 7*Finanzminister dazu von den internationalen Aufsehergremien grundlegende Analysen und weitreichende Vorschläge forderten. *+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+* Wenn Sie uns versprechen den BANKINGNEWS treu zu bleiben, dann empfehlen wir Ihnen auch hin und wieder weitere Lektüre, die wir im Netz gefunden haben. Aktuelle eBusiness*Trends aus der Finanzbranche. IntelliNet, der Spezialist für eBusiness*Lösungen für Banken, Versicherungen und Finanzvermittler, bietet einen neuen Newsletter zu internationalen Trends aus der Finanzbranche. Die aktuelle Ausgabe zum Thema ,,Vendor Relationship Management" stellt Web 2.0*Ansätze zum Online Finanzmanagement vor. Sie erreichen diese unter: www.intellinet.de. Der erste Bankblogger? Gut, er nutzt keine ausgewiesene Blogsoftware, aber im Grunde ist Walters Web Winkel das, was an anderer Stelle als Blog beschrieben würde. Ein Vorreiter in der Bankenwelt? Bestimmt, denn nun gibt es dort auch einen Podcast! Hier geht es zum ,,Web*Winkel": http://www.dbresearch.de/servlet/reweb2.ReWEB?rwkey=u1563601 *+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+* Erfolgreiche Vertriebsstrategien im Firmenkundengeschäft; Konzepte * Praxisberichte * Lösungen - von Anton Schmoll (Hrsg.) - ISBN 978*3-86556-169-5 - 304 Seiten, gebunden - EUR 48,00. Viele Banken sehen heute im Firmenkundengeschäft wieder neue Geschäftspotenziale und Ertragschancen. Noch am Beginn dieses Jahrtausends wurden sie mitunter als Wertvernichter bezeichnet. Inzwischen geben die positiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen diesem Marktsegment eine optimistische Perspektive. Allerdings hat sich in den letzten Jahren der Wettbewerbs* und Margendruck massiv verschärft. Damit stehen die Banken vor neue Herausforderungen * sie müssen Antworten und Optionen entwickeln, um die Rentabilität im Firmenkundengeschäft signifikant zu steigern. Entscheidend ist dabei eine gezielte Fokussierung auf die Generierung zusätzlicher Erträge. Dies erfordert eine Neustrukturierung des Geschäftsfeldes * und vor allem tragfähige Vertriebskonzepte. Experten aus der Kreditwirtschaft und aus Beratungsgesellschaften zeigen in dem von Dr. Anton Schmoll herausgegebenen Sammelband, wie innovative Vertriebsarbeit in verschiedenen Bankengruppen konzipiert und umgesetzt wird. Der erste Abschnitt dieses Handbuches widmet sich der Analyse der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Firmenkundengeschäfts. Auf Basis der umfassenden zeb/Firmenkundenstudie werden die gegenwärtigen Herausforderungen dargestellt. Die verschiedenen Verbände haben neue Vertriebskonzepte entwickelt, um die Institute bei der Ausschöpfung ihrer Markt* und Ertragspotenziale wirkungsvoll zu unterstützen. Die Beiträge im zweiten Abschnitt stellen beispielhaft einige dieser Konzepte vor. Der dritte Abschnitt befasst sich mit erfolgreichen Beispielen zur Vertriebsoptimierung aus unterschiedlichen ,,Banken*Häusern". Sie zeigen sehr praxisorientiert konkrete Ansatzpunkte und Handlungsfelder zur Steigerung der Vertriebsleistung im Firmenkundengeschäft. Eindrucksvoll wird aufgezeigt, wie durch eine strukturierte Vorgehensweise gegenwärtige und zukünftige Geschäftspotenziale systematisch aufgespürt und in der Folge die Cross*Selling-Quote signifikant gesteigert werden kann. In allen Beiträgen kommt auch klar zum Ausdruck, dass im Fir¬menkundengeschäft an die Stelle eines reinen Produktverkaufes ein bedarfsorientierter Verkauf bzw. ein Bedarfsweckungsansatz treten muss, um nachhaltige Erfolge zu erzielen. Die Beiträge im vierten Abschnitt führen vor Augen, wie es durch innovative Produkte und Serviceleistungen gelingt, sich am Firmenkundenmarkt zu profilieren. Die mit der Wachstumsdynamik im erweiterten Binnenmarkt verbundenen Produktentwicklungen und Marktaufbauinvestitionen sind mit den traditionellen Instrumenten nicht mehr finanzierbar. Die Beiträge in diesem Buch geben einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Dimensionen des Vertriebs im Firmenkundengeschäft. Gleichzeitig liefern sie eine Fülle von praxisnahen Beispielen aus deutschen und österreichischen Kreditinstituten unterschiedlicher Größe und aus verschiedenen Sektoren. Damit bietet dieser Sammelband dem Leser gleichsam einen ,,grenz* und sektorübergreifenden Erfahrungsaustausch". Die hier vorgestellten Konzepte und Ideen geben aber nicht nur einen aktuellen Statusbericht, sondern liefern gute Anregungen für die Entwicklung der eigenen Vertriebsansätze. Harald Wagner, Filialleiter & Graf Wolfgang zu Castell, Bereichsleiter FÜRSTLICH CASTELL´SCHE BANK, CREDIT*CASSE AG. *+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+* Subprimekrise. Die Subprimekrise hat nach Ansicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) deutlich gemacht, dass die systematische Deregulierung der vergangenen Jahre ein ,,gefährlicher Irrweg" gewesen sei. In die richtige Richtung verweise der Report des Financial Stability Forums über Maßnahmen zur Stärkung der Stabilität der Märkte und Finanzinstitutionen, sagte deren Präsident, Jochen Sanio, am Donnerstag in Bonn. Der unter der Leitung des italienischen Notenbankpräsidenten Mario Draghi entstandene Bericht definiere die Etappen für die kommende regulatorische ,,tour de force", die der Subprimekrise folgen werde. ,,Der Draghi*Report wird hoffentlich den entscheidenden Wendepunkt markieren und die große Schar der Apologeten eines weitgehenden ,laisser faire` für einige Zeit auf ihre Plätze verweisen", sagte Sanio. Mit dem Eigenkapitalstandard Basel II seien juristische Lücken des Vorgängers Basel II weitgehend geschlossen worden. Trotzdem forderte auch Sanio wegen der Subprime*Krise eine Überprüfung des Anfang 2007 eingeführten Standards. ,,Trotz aller Verbesserungen muss das Regelwerk noch einmal auf den Prüfstand." Im Lichte der Kreditkrise werde es wichtige Änderungen geben. ,,Vor allem die Eigenkapitalunterlegung für ABS*Transaktionen muss entscheidend verschärft werden", forderte Sanio. Für Banken, die stark in diesem Geschäftsbereich engagiert sind, sollten dann unterm Strich höhere Eigenkapi*talanforderungen herauskommen. Gleichzeitig wies er auf die möglichen Folgen staatlicher Eingriffe hin. Bei der Rettung angeschlagener Geldinstitute vor dem Zusammenbruch durch staatliche Institutionen bestehe die Gefahr, dass sich der Finanzmarkt zukünftig verantwortungsloser verhalte. ,,Banker, die meinen, sie genössen im Falle eines Falles unbegrenzten Versicherungsschutz, sind permanent der Versuchung ausgesetzt, übersteigerte Risiken einzugehen", meinte Jochen Sanio. Der Fall Bear Stearns habe eine neue Doktrin ins Leben gerufen, sagte Sanio: ,,Too connected to fail." Die Bank sei zu stark im Finanzmarkt vernetzt, als dass man das Institut hätte untergehen lassen können. Die dadurch geweckte Erwartung, dass Schlüsselspieler im internationalen Finanzgeschehen aufgefangen werden, hat beruhigend gewirkt", erklärte Sanio. Grundsätzlich lobte er staatliche Stützungen angeschlagener Banken, allen voran die Rettung der US*Investmentbank Bear Stearns durch die US*Notenbank. Sie habe die wegen des exorbitanten Kreditderivate-Geschäfts des Instituts unabsehbaren Folgen für das internationale Finanzsystem verhindert. Die staatlichen Institutionen hätten in schwierigen Situationen damit große Entscheidungsstärke bewiesen. *+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+* Risikovorsorge gegen Rough Trading. Als Reaktion auf den zunehmenden Reglementierungsdruck und auf Rough*Trading-Vorfälle zu Beginn des Jahres 2008 überprüfen große Unternehmen überall auf der Welt ihre Systeme und Risiko*Management-Prozesse. Unter dem Begriff ,,Rough Trading" versteht man betrügerisches Handeln im Finanzwesen, ähnlich den Vorfällen bei der Société Générale, wo der 32*jährige Händler Jérome Kerviel die Bank um annähernd fünf Milliarden Euro geschädigt hat. Kerviel drohen nun bis zu sieben Jahre Haft sowie eine Geldstrafe in Höhe von 750.000 Euro. Er saß bereits fünf Wochen lang in Untersuchungshaft und hat zur Auflage bekommen, keine Handelsräume mehr zu betreten und bestimmte Kreise zu meiden. Bei der Überwachung von Handels*Transaktionen und beim Aufspüren von Mitarbeiter*Betrug setzen Banken zunehmend hochkomplexe IT-Systeme ein, um die Risiken bei unautorisiertem Handel frühzeitig zu identifizieren. Die Art von Software analysiert Daten aus verschiedenen Systemen: Risk Management,
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
May 25, 2008 10:43 ET (14:43 GMT)
DJ BANKINGCLUB / Zukunftspreis 2008 geht an: Josef -3-
Human Resources, Compliance, Handel, Audit, Controlling, IT*Sicherheit und anderen. Verdächtige Strukturen oder Schlüsselindikatoren werden automatisch erkannt. Das System von Actimize, einem weltweit aktiven Hersteller von Transactional Risk Management Software, integriert dabei Informationen aus dem gesamten Unternehmen in einer intuitiven Recherche* und Fall*Management-Umgebung. Diese setzt das Informations-Mosaik zusammen und berechnet das Risiko, das ein Händler oder eine Gruppe von Händlern für die Firma darstellt. ,,In den letzten fünf Jahren haben wir eine Vielzahl von Systemen zum Schutz vor Mitarbeiter*Betrug und zur Überwachung des Handels in großen globalen Unternehmen eingeführt", berichtet David Sosna, CEO bei Actimize. Vor allem nach den letzten Rough*Trading-Vorfällen seien viele Finanzdienstleister an das Unternehmen herangetreten. Das Bewusstsein für Compliance*Risiken und deren frühzeitige Erkennung dürfte ohnehin in jüngerer Zeit merkbar gestiegen sein. *+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+*+* Viele Grüße aus Brauweiler bei Köln! Thorsten Hahn BANKINGCLUB +49 (2234) 989 9656 fon +49 (2234) 89 99 92 fax th@bankingclub.de mail Karl*Zörgiebel-Str. 23 50259 Pulheim*Brauweiler Web: www.bankingclub.de Dies ist eine Mitteilung von BANKINGCLUB. Für den Inhalt ist ausschließlich BANKINGCLUB verantwortlich.
(END) Dow Jones Newswires
May 25, 2008 10:43 ET (14:43 GMT)
© 2008 Dow Jones News
