Im Opel-Stammwerk in Rüsselsheim werden
künftig neben Mittelklassemodellen auch Kompaktwagen gebaut. "Es ist
geplant, das Werk zu flexibilisieren", sagte ein Opel-Sprecher am
Samstag der Deutschen Presse-Agentur dpa und verwies auf eine
Entscheidung des Mutterkonzerns General Motors (GM)
Das Werk könnte damit seine Auslastung steigern. "Diese Möglichkeit wird aber nicht zulasten anderer Werke gehen", betonte der Sprecher. Bisher wird der Astra unter anderem im Opel-Werk in Bochum produziert. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz begrüßte den Beschluss: "Das ist eine gute Entscheidung für Rüsselsheim", sagte Franz der dpa. "Sie macht das Werk krisensicher und sichert es gegen Modellzyklen ab."
EINES DER MODERNSTEN WERKE
Das Werk in Rüsselsheim, in dem der Mittelklassewagen Vectra produziert wird, gilt als eines der modernsten im GM-Verbund. In den vergangenen Jahren litt es aber unter einer schwachen Auslastung. Von Jahresmitte an rollt dort der Vectra-Nachfolger Insignia vom Band. Von diesem Spitzenmodell erwartet sich der Autohersteller im nächsten Jahr die volle Auslastung des Stammwerkes. 180.000 neue Wagen sollen dann im Zwei-Schichten-Betrieb gebaut werden.
Offen ist derzeit nach Unternehmensangaben noch, ob auch die neue Generation des Saab 9.3 der schwedischen Schwesterfirma Saab in Rüsselsheim gebaut wird. "Das kommentieren wir nicht", sagte der Sprecher. In Rüsselsheim arbeiten derzeit rund 3.500 Mitarbeiter. Der Betriebsrat geht davon aus, dass bis 2010 etwa 500 bis 800 neue Stellen entstehen./mt/DP/das
ISIN US3704421052
AXC0006 2008-06-15/14:24
