Dem britischen Bauunternehmen Taylor Wimpey
Unternehmenschef Pete Redfern will mit insgesamt 500 Millionen Pfund die Lücken in der Bilanz füllen. Er zeigte sich am Mittwoch bei einer Telefonkonferenz optimistisch, das frische Geld in "naher Zukunft" unter Dach und Fach zu haben. Derzeit bewege sich das Bauunternehmen noch im Rahmen der mit den Banken ausgemachten Spanne, betonte er. Ohne eine Kapitalerhöhung könnte Taylor Wimpey die Kreditlinien im kommenden Jahr aber überziehen.
KEINE ERHOLUNG AN HÄUSERMÄRKTEN - WEITERE BELASTUNGEN MÖGLICH
Für die weitere Entwicklung der Branche zeigte sich Taylor Wimpey kritisch. Der britische und amerikanische Häusermarkt werde sich bis Jahresende voraussichtlich nicht mehr erholen. Die Märkte dürften frühestens 2009 wieder Fuß fassen, hieß es. Daher schließt das Unternehmen 13 der 39 Regionalbüros und trennt sich von 900 Mitarbeitern. Zudem wird Finanzvorstand Peter Johnson zum Jahresende seinen Hut nehmen.
Über die geplanten Abschreibungen von 550 Millionen Pfund auf das britische Geschäft hinaus schließt Taylor Wimpey weitere Belastungen nicht aus. Daher werde auch keine Dividende ausgeschüttet. Dennoch versprach das Management, das Geschäft habe mittel- und langfristig viel versprechende Aussichten. Zur Jahresmitte verzeichnete das Bauunternehmen ein Drittel weniger Aufträge als vor einem Jahr. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Taylor Wimpey 4,714 Milliarden Pfund Umsatz.
KONKURRENZ STEHT BESSER DA
Dem Konkurrenten Balfour Beatty geht es im Baugewerbe erheblich besser. Als Vorgeschmack auf die Geschäftsergebnisse des ersten Halbjahres, die am 13. August bekannt gegeben werden, sprach Balfour Beatty von besonders starken Entwicklungen in Großbritannien und den Vereinigten Staaten. Der gute Auftragseingang dürfte sich bis Jahresende fortsetzen.
Dabei profitierte das Bauunternehmen allerdings sehr von
Aufträgen von Großkonzernen wie dem Telekomkonzern BT
ISIN GB0008782301
AXC0082 2008-07-02/11:54
