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XETRA-SCHLUSS/Schwach - Starke Schwankungen im Tagesverlauf

DJ XETRA-SCHLUSS/Schwach - Starke Schwankungen im Tagesverlauf

(Wiederholung)

FRANKFURT (Dow Jones)--Schwach hat der DAX am Dienstag geschlossen, wobei das Geschäft recht wechselhaft verlief. Der Leitindex büßte 1,4% oder 91 Punkte auf 6.304 ein. Das Tageshoch lag bei 6.332, das Tagestief bei 6.227 Punkten. Umgesetzt wurden an DAX-Titeln auf Xetra rund 190,4 (Vortag: 115,9) Mio Aktien im Wert von rund 6,90 (Vortag: 4,59) Mrd EUR. Zunächst belasteten die schwachen Vorgaben von Wall Street das Sentiment. Am Mittag legten die Kurse dann allerdings deutlicher zu.

Händler führten die zwischenzeitliche Erholung auf den gesunkenen Ölpreis zurück. Dieser war im Verlauf bis auf ein Tagestief von 135,14 USD je Barrel gefallen. Befürchtungen einer weltweiten konjunkturellen Abschwächung, die auch die Nachfrage nach Öl beeinträchtigen würde, wurden als Grund für die nachgebenden Notierungen genannt.

Schwache US-Imobiliendaten sorgten dann aber am Nachmittag für Ernüchterung: Der Index der ausstehenden Hausverkäufe (Pending Home Sales) fiel im Mai stärker als erwartet. Er gilt als Vorlaufindikator der Verkäufe bestehender Häuser (Existing Home Sales). Zudem eröffnet Alcoa am Dienstag nach Börsenschluss an Wall Street die US-Berichtssaison, in deren Vorfeld immer eine gewisse Zurückhaltung herrsche, hieß es. Unterstützt ist DAX beim Tief vom 17. März bei 6.168 Punkten. Ein Widerstand liege bei 6.350 Punkten.

Finanzwerte standen erneut unter Druck. Deutsche Börse brachen um 7,7% auf 65,40 EUR ein. Die Tochter Clearstream hatte im Juni 25% weniger Wertpapier-Transaktionen abgewickelt als im entsprechenden Vorjahresmonat. Das Clearing gilt als weitaus margenstärker als beispielsweise das Aktien-Trading selbst. Die überdurchschnittlich volatilen Infineon-Aktien verbilligten sich um 4,7% auf 4,56 EUR. Bei adidas war von charttechnischen Gründen für das Minus die Rede. Die Aktie des Sportartikelherstellers fiel um 4,7% auf 37,09 EUR und markierte im Verlauf bei 36,92 EUR ein neues Jahrestief.

Deutsche Post verloren nach einer Abstufung auf "Halten" von "Kaufen" durch die Deutsche Bank um 3,5% auf 15,80 EUR. Dagegen stiegen die Aktien von Tagesgewinner Lufthansa um 2,9% auf 14,16 EUR und reagierten damit auf den fallenden Ölpreis. Deutsche Telekom wurden von der WestLB auf "Add" von "Hold" heraufgestuft und stiegen um 1,4% auf 11,18 EUR. Siemens will im Zuge der geplanten Senkung der Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie weiterer Restrukturierungsmaßnahmen weltweit insgesamt 16.750 Stellen abbauen, was allerdings nicht überraschend kam, Der Wert gab um 1,6% auf 69,67 EUR nach.

Klöckner & Co legten um 2,8% auf 32,09 EUR zu. Der Stahlhändler hatte erste Eckzahlen zum zweiten Quartal veröffentlicht und die Gewinnprognose angehoben. Die Commerzbank nannte den Gewinnanstieg im zweiten Quartal von 96% auf 200 Mio EUR auf Jahressicht "beeindruckend". Die Aktie sei weiter ein "Kauf". ProSiebenSat.1 gaben dagegen deutlich nach und fielen um 10,7% auf 4,33 EUR.

"Das Überleben des Unternehmens hängt nicht mehr von der Leistung des Managements ab, sondern liegt nur noch in den Händen der Private-Equity-Eigentümer", so ein Analyst zu ProSiebenSat.1. Da ein Verkauf in der gegenwärtigen Situation unmöglich sei, zögen KKR und Permira "jeden Cent aus dem Unternehmen". Darüber hinaus befürchteten Investoren, dass aufgrund schwächerer Werbeeinnahmen die Dividende in Gefahr geraten könne, sagte ein anderer Analyst.

Im TecDAX ließen vor allem die Solarwerte Federn, die am Montag noch kräftig zugelegt hatten. Solon verbuchten nach einer Abstufung auf "Verkaufen" von zuvor "Neutral" durch UBS mit minus 10% auf 44,66 EUR den größten Kursverlust.

DJG/mif/ros 
 

(END) Dow Jones Newswires

July 08, 2008 12:24 ET (16:24 GMT)

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.

© 2008 Dow Jones News
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