Der weltgrößte Software-Konzern
Microsoft
Die in Versalien geschriebenen Buchstaben "GY" stehen dabei für Germany (Deutschland). Das Investitionsvolumen von 35 Millionen Euro bezieht sich auf das Geschäftsjahr 2009, die Summen für 2010 und 2011 werden später festgelegt. "Wir können in Deutschland richtig Gas geben", sagte Berg. Microsoft beschäftigt in Deutschland derzeit 2200 Mitarbeiter.
GUTE ZAHLEN IM 4. GESCHÄFTSQUARTAL
Zuvor hatte der Softwaregigant gute Zahlen für das Ende Juni abgeschlossene vierte Geschäftsquartal vorlegt, beim Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr aber die Anleger enttäuscht. Dank guter Geschäfte mit seinem Windows-System steigerte Microsoft Gewinn und Umsatz weiter kräftig. Der Überschuss kletterte im vierten Quartal um 42 Prozent auf 4,3 Milliarden Dollar (2,7 Mrd Euro). Der Umsatz sei im Vergleich zum Vorjahr auch dank der Dollar-Schwäche um 18 Prozent auf 15,8 Milliarden Dollar gestiegen, gab Microsoft am Donnerstag nach US-Börsenschluss in Redmond (Bundesstaat Washington) bekannt.
Inzwischen seien 180 Millionen Lizenzen für das neue Microsoft- Betriebssystem Windows Vista verkauft worden, sagte Berg. In Deutschland laufe der Umstieg auf das neue System noch schneller. "Deutschland ist Vista- Land." Berg machte vor allem das gute PC- Geschäft für das Wachstum verantwortlich. Außerdem habe gerade in Unternehmen die Bereitschaft zum Umstieg auf Vista zugenommen, nachdem Microsoft eine System- Aktualisierung veröffentlicht habe.
MARKTSEGMENT SERVER SEHR STARK
Im Marktsegment Server wachse Microsoft stärker als der Markt.
"Wir nehmen hier den Wettbewerbern Marktanteile ab, auch Linux." Für
das neue Geschäftsjahr erwartet Berg, dass Microsoft im
Datenbanksegment den Branchenprimus Oracle
Im laufenden Quartal erwartet Microsoft einen Gewinn je Aktie von 0,47 bis 0,48 Dollar bei einem Umsatz von bis zu 14,9 Millionen Dollar. Experten hatten mit mehr gerechnet. Auch mit seinem Gewinn je Aktie im vergangenen Quartal verfehlte Microsoft die Schätzungen der Analysten knapp. Die Aktie lag am Freitagmorgen vorbörslich rund sechs Prozent unter dem Vortageswert.
Microsoft scheiterte zuletzt mehrfach mit dem Versuch einer
milliardenschweren Übernahme des Internet-Konzerns Yahoo!
GESPRÄCHE MIT AOL-BETREIBER
Microsoft-Finanzchef Chris Liddell nannte am Donnerstag eine
Einigung mit Yahoo! auch auf einen Teilkauf inzwischen weniger
wahrscheinlich. Microsoft werde daher im Bereich Internet-Suche aus
eigener Kraft wachsen. Microsoft nahm laut Berichten unterdessen
Gespräche mit dem zum Time-Warner-Konzern
In der noch relativ kleinen Online-Sparte von Microsoft fiel im vergangenen Quartal erneut ein Verlust an. Auch der Bereich rund um die Spielekonsole Xbox lag zuletzt im Minus, schrieb aber im Gesamtjahr schwarze Zahlen. Bei Microsoft Deutschland lagen nach den Worten von Berg alle Geschäftsbereiche im Plus.
Im Gesamtjahr 2007/2008 (30. Juni) steigerte Microsoft den Überschuss um 26 Prozent auf 17,7 Milliarden Dollar. Der Umsatz wuchs um 18 Prozent auf 60,4 Milliarden Dollar./cd/fd/DP/ck
ISIN US5949181045
AXC0096 2008-07-18/14:02
