DJ US-Anleihen präsentieren sich im späten Geschäft leichter
NEW YORK (Dow Jones)--Angesichts deutlich ansteigender Aktienmärkte zeigen sich die Kurse der US-Anleihen im späten New Yorker Geschäft mit einer leichteren Tendenz. Händler verwiesen zur Begründung auch auf die zinspolitisch aggressiven Äußerungen des Philadelphia-Fed-Präsidenten Charles Plosser, der gesagt hatte, dass Zinserhöhungen schon bald nötig seien. Dies wird für die Anleihemärkte als belastend eingeschätzt, weil höhere Zinsen in der Regel mit sinkenden Bond-Kursen einhergehen.
Zehnjährige Anleihen mit einem Kupon von 3,875% fielen um 16/32 auf 98-5/32 und rentierten mit 4,11%. Der mit 4,375% verzinste Longbond büßte 22/32 auf 95-11/32 ein, seine Rendite stieg auf 4,67%.
Plosser sagte am Dienstag: "Um zu verhindern, dass die jüngsten Inflationsraten die Wirtschaft weiter belasten und dass die Inflationserwartungen steigen, muss die gegenwärtig sehr akkommodierende Ausrichtung der Geldpolitik umgekehrt werden." Die Fed solle "lieber früher als später" in einen geldpolitischen Straffungszyklus übergehen.
Die US-Notenbank habe bei ihren Zinsbeschlüssen sowohl das Wachstum als auch die Inflation im Blick, so Plosser. Allerdings sei die Teuerung bereits "zu hoch" und nicht mehr im Einklang mit dem Ziel der Preisstabilität. "Um die Inflationserwartungen zu verankern, müssen den Worten auch Taten folgen", betonte Plosser, der in diesem Jahr ein stimmberechtigtes Mitglied im Offenmarktausschuss (FOMC) der Fed ist. Der Straffungszyklus sollte Plosser zufolge einsetzen, noch bevor sich die US-Wirtschaft wieder erholt hat.
DJG/DJN/reh
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July 22, 2008 16:16 ET (20:16 GMT)
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