Der Handelskonzern Douglas
Im dritten Quartal legte der Konzernumsatz dank des Auslandsgeschäfts um 0,7 Prozent auf 667,7 Millionen Euro zu. Deutschlandweit sanken die Erlöse um 4,4 Prozent auf 424,4 Millionen Euro. Douglas räumte ein, dass die Umsatzerwartungen nicht erfüllt wurden. Allerdings sei in diesem Jahr das Ostergeschäft auch komplett in das zweite Quartal gefallen. Unter dem Strich schrieb der Konzern mit minus 1,1 Millionen Euro nach plus 1,9 Millionen Euro im Vorjahr rote Zahlen.
PARFÜMERIEN UND THALIA WACHSEN
Mit den stark auf Expansion setzenden Parfümerien und der Thalia-Buchgruppe konnte Douglas im Quartal sowohl im In- als auch in Ausland beim Umsatz wachsen. Die Modesparte sowie das Süßwarengeschäft verbuchten allerdings zweistellige Umsatzeinbußen. Den Appelrath-Cüpper-Häusern machte der schwierige Textilmarkt zu schaffen. Vom Herrenausstatter Pohland hatte sich Douglas im vergangenen Jahr getrennt. Ebenfalls verkauft wurden auch die René Kern-Juweliergeschäfte. Die Christ-Schmuckfilialen entwickelten sich positiv.
Douglas macht wie alle Handelskonzerne den Großteil seines Geschäfts in der Weihnachtszeit, das bei den Hagenern in das erste Quartal fließt. Dem dritten Quartal kommt eine eher untergeordnete Rolle bei. Auf Sicht von neun Monaten schaffte Douglas ein Umsatzplus von 4,6 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis konnte zwar gesteigert werden, aber nicht so stark wie erhofft. Der Überschuss ging wegen höherer Steuern leicht zurück.
PROGNOSE - BÖRSENRAKTION
Für das Gesamtjahr gab sich der Konzern etwas zurückhaltender. Zwar soll der Umsatz weiterhin um vier bis sechs Prozent steigen. Das Ergebnis vor Steuern werde die Zielmarke von 150 Millionen Euro allerdings nur knapp erreichen, hieß es.
Börsianer beschrieben das Zahlenwerk insgesamt als wenig erfreulich. Die Aktie, die in den zurückliegenden Wochen stark unter Druck stand und deshalb Nachholbedarf hatte, legte dennoch um 1,69 Prozent auf 30,05 Euro zu./she/wiz
ISIN DE0006099005
AXC0208 2008-08-07/15:11
