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ots.CorporateNews: LBBW Landesbank Baden-Württemberg / LBBW gleicht im zweiten Quartal ...

DJ ots.CorporateNews: LBBW Landesbank Baden-Württemberg / LBBW gleicht im zweiten Quartal ...

Stuttgart (ots) - 
 
- Vorsteuerergebnis vor Restrukturierung im Halbjahr 12 Millionen 
  Euro 
 
- Vorsteuerergebnis nach Restrukturierung minus 64 Millionen Euro 
 
- Vorstandsvorsitzender Jaschinski: "Integration und 
  Restrukturierung der Geschäftsmodelle von Sachsen LB und LRP 
  sind Meilensteine" 
 
- LBBW baut Kundengeschäft weiter aus -Konzern erwartet im 
  Gesamtjahr bei stabilen Märkten ein Ergebnis auf Vorjahresniveau 
 
Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) verzeichnete in einem 
herausfordernden Marktumfeld in den ersten sechs Monaten des 
Geschäftsjahres 2008 eine insgesamt zufriedenstellende Entwicklung im 
operativen Geschäft. "Die erfreuliche Geschäftsentwicklung im zweiten 
Quartal konnte die schwierigen ersten drei Monate des Jahres 
ausgleichen", sagte Dr. Siegfried Jaschinski, Vorstandsvorsitzender 
der LBBW. Vor allem das Geschäft mit Unternehmen und das 
kapitalmarktorientierte Kundengeschäft haben sich gut entwickelt. 
Trotz der Belastungen aus der Finanzmarktkrise erzielte die LBBW 
operativ ein Ergebnis von 12 Millionen Euro. Einschließlich der 
Kosten der Integration von Sachsen LB und LRP ergab sich ein 
Konzernverlust vor Steuern von 64 Millionen Euro. 
 
Die anhaltende Finanzmarktkrise wirkte sich in den ersten Monaten 
des Jahres deutlich stärker aus als im zweiten Quartal. Für das 
Halbjahr insgesamt ergaben sich Ergebnisbelastungen von 678 Millionen 
Euro. Davon betrafen 464 Millionen Euro Wertminderungen bei 
strukturierten Produkten (ABS). Hier spiegelte sich auch die 
Übernahme der Sachsen LB wider, die zu einer Erhöhung des Bestands an 
strukturierten Produkten auf rund 27 Milliarden Euro führte. Zudem 
wurden stichtagsbezogene Bewertungskorrekturen von 214 Millionen Euro 
bei Kreditausfallversicherungen (CDS) notwendig, die sich zu einem 
großen Teil auf Bank- und Staatsadressen guter Bonität beziehen. 
Bereinigt um diese beiden Effekte lag das operative Ergebnis mit 690 
Millionen Euro über dem des Vorjahres (647 Millionen Euro). 
Zusätzlich schlugen sich vorübergehende Marktwertrückgänge von 
strukturierten Produkten erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage 
mit 815 Millionen Euro nieder, von denen 650 Millionen Euro bereits 
bis Mitte April angefallen waren. Angesichts der Qualität ihres 
Portfolios geht die Bank nach wie vor davon aus, dass die 
Bewertungskorrekturen spätestens bei Endfälligkeit zum allergrößten 
Teil aufgeholt werden. Ausdruck der Qualität des Portfolios ist die 
Tatsache, dass sich die echten Ausfälle seit Beginn der 
Finanzmarktkrise nur auf 60 Millionen Euro belaufen. 
 
Entwicklung der Erträge 
 
Unter den einzelnen Ertragsposten erhöhte sich das Zinsergebnis im 
Vergleich zum ersten Halbjahr 2007 um 4,1 Prozent auf 1,14 Milliarden 
Euro. Belastungen durch erhöhte Aufwendungen für Liquidität und 
Refinanzierung sowie gestiegene Kosten zur Absicherung ausgewählter 
Portfolien durch CDS konnten durch gegenläufige Ergebniszuwächse mehr 
als ausgeglichen werden. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft 
verzeichnete unter Beibehaltung der konservativen 
Risikovorsorgepolitik eine Nettoauflösung von 23 Millionen Euro. Hier 
wirken sich die hohe Qualität des Kreditportfolios und das weiterhin 
gesunde wirtschaftliche Umfeld im Kernmarkt der LBBW aus. 
 
Erfreulich entwickelte sich das Provisionsgeschäft. Das 
Ertragsniveau des Vorjahres konnte trotz des schwachen Börsenumfeldes 
mit 259 Millionen Euro um 2 Prozent übertroffen werden. Das 
Handelsergebnis wurde durch negative Bewertungsergebnisse bei 
strukturierten Produkten und CDS mit 565 Millionen Euro belastet. 
Insgesamt betrug das Handelsergebnis minus 467 Millionen Euro. Das 
sonstige betriebliche Ergebnis konnte im Vergleich zum Vorjahr mehr 
als verdoppelt werden und lag bei 130 Millionen Euro. Der Zuwachs 
resultierte vor allem aus dem Immobiliengeschäft. 
 
Kostenentwicklung von Integrationen geprägt 
 
Der Verwaltungsaufwand wuchs spürbar um 16,9 Prozent auf 904 
Millionen Euro. Der Anstieg geht in erster Linie auf die erstmalige 
Einbeziehung der früheren Sachsen LB zurück. Weitere Zuwächse 
entfielen auf den Personalaufbau in Wachstumsfeldern sowie die 
erforderliche Mehrdotierung der Pensionsrückstellungen im 
Zusammenhang mit dem anstehenden Neuabschluss des Tarifvertrages für 
das Bankgewerbe. 
 
Das Finanzanlageergebnis weist ein Minus von 168 Millionen Euro 
aus. Darin enthalten ist eine Nettobelastung von 113 Millionen Euro 
in Folge der Finanzmarktkrise bei strukturierten Produkten der 
Kategorien "Available for Sale" (AfS) beziehungsweise "Loans and 
Receivables". 
 
Das operative Ergebnis insgesamt bezifferte sich auf 12 Millionen 
Euro. "Die Entwicklung der einzelnen Ertragsquellen zeigt, dass wir 
im operativen Kundengeschäft gut unterwegs sind", erklärte 
Jaschinski. Die Restrukturierungsaufwendungen von 76 Millionen Euro 
gehen auf umfangreiche Projektaktivitäten im Zusammenhang mit der 
Integration von Sachsen LB und LRP Landesbank Rheinland-Pfalz zurück. 
Einschließlich der Restrukturierungsaufwendungen belief sich das 
Konzernergebnis vor Steuern auf minus 64 Millionen Euro. 
 
Der Steueraufwand betrug 80 Millionen Euro. Hiervon stammten 76 
Millionen aus dem fusionsbedingten Wegfall bisher aktivierter 
Verlustvorträge. Nach Steuern verzeichnete der LBBW-Konzern einen 
Fehlbetrag von 144 Millionen Euro. 
 
Starke Geschäftsfelder: Unternehmenskunden und Financial Markets 
 
Die Segmentzahlen bestätigen die strategische Ausrichtung des 
LBBW-Konzerns. Positiv entwickelten sich insbesondere die Segmente 
Financial Markets und Corporates. Financial Markets konnte die 
Erträge von 305 Millionen auf 452 Millionen Euro deutlich steigern. 
Dies geht neben einem erfolgreichen Handel im Zinsgeschäft auf 
Vertriebsanstrengungen im kapitalmarktorientierten Kundengeschäft 
zurück, das im Zuge der Wachstumsstrategie gezielt gestärkt wurde. 
Auch die operativen Erträge im Geschäft mit Unternehmenskunden 
stiegen von 616 Millionen auf 745 Millionen Euro. Dahinter steht ein 
breites Wachstum über alle Geschäftsfelder des Segments. Besonders 
erfreulich ist hier der Anstieg der Provisionen um 24 Prozent dank 
eines verstärkten Cross-Selling. 
 
Im Segment Retail Clients lagen die operativen Erträge mit 307 
Millionen Euro aufgrund des starken Wettbewerbdrucks leicht unter 
Vorjahresniveau. Dem Margendruck begegnet die LBBW mit der selektiven 
Weiterentwicklung des Geschäfts mit gehobenen Privatkunden. Trotz des 
schwachen Börsenumfelds verzeichneten die Kundendepots einen Zufluss 
an Neugeld von rund 1 Milliarde Euro. Die Auswirkungen der 
Finanzmarktkrise schlugen sich insbesondere im Segment Credit 
Investment Portfolio/Treasury nieder, das ein negatives operatives 
Ergebnis aufwies. 
 
Forcierung des Kundengeschäfts richtiger Weg 
 
"Die LBBW hat in den vergangenen sechs Monaten entscheidende 
Meilensteine erreicht", sagte Jaschinski mit Blick auf das vergangene 
Halbjahr. Mit den Integrationen der vormaligen Sachsen LB und der 
ehemaligen Tochter LRP Landesbank Rheinland-Pfalz würden Synergien im 
deutlich zweistelligen Millionenbereich gehoben, zum Beispiel durch 
einheitliche IT-Systeme und die Zusammenlegung von Stabsbereichen. 
Mit der Übernahme der Sachsen LB hat die LBBW ihre Präsenz in 
Mitteldeutschland gestärkt und sich ein Sprungbrett für die Expansion 
in die wachstumsstarken Nachbarländer geschaffen. Unter der neuen 
Marke Sachsen Bank wird seit April 2008 das mittelständische 
Firmenkundengeschäft der früheren Sachsen LB sowie das Unternehmens- 
und gehobene Privatkundengeschäft der Baden-Württembergischen Bank 
(BW-Bank) in Mitteldeutschland gebündelt. Die neue Rheinland-Pfalz 
Bank ist schwerpunktmäßig in Rheinland-Pfalz und den angrenzenden 
Wirtschaftsregionen Hessen und Nordrhein-Westfalen als regionale 
Kundenbank mit einem besonderen Fokus auf Unternehmenskunden tätig. 
Zusammen mit der BW-Bank im Heimatmarkt Baden-Württemberg steht der 
LBBW-Konzern damit auf drei starken regionalen Säulen im 
Kundengeschäft. 
 
"Die Finanzmarktkrise hat nochmals verdeutlicht, dass unsere schon 
lange vorher eingeleitete Weichenstellung zum Ausbau des 
Kundengeschäfts strategisch richtig ist. Dass es zu einem 
kundenorientierten Geschäftsmodell für Landesbanken keine Alternative 
gibt, zeigen die Erfahrungen der kleineren Institute Sachsen LB und 
LRP mit geringem Kunden- und großem Kreditersatzgeschäft. Mit der 
Integration beider Banken demonstriert die LBBW ihre wirtschaftliche 
Stärke", sagte Jaschinski. "Vielfältige, gut ausbalancierte 
Ertragsquellen, die konservative Risikopolitik und die solide 
Kapitalausstattung sind die Erfolgsfaktoren, an denen die LBBW 
weiterhin festhalten wird. Auch zukünftig werden sowohl organisches 
als auch anorganisches Wachstum mögliche Handelsoptionen darstellen." 
Für das Gesamtjahr 2008 erwartet die LBBW ein Ergebnis in einer 
Größenordnung wie im Vorjahr, sofern sich die Finanzmärkte nicht 
wesentlich verschlechtern. 
 
Weitere Informationen finden Sie im "Halbjahresfinanzbericht 2008" 
der LBBW, der im Internet bereitgestellt ist: 
 
" www.LBBW.de/halbjahresfinanzbericht2008 " 
 
Originaltext:         LBBW Landesbank Baden-Württemberg 
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/7403 
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_7403.rss2 
 
Pressekontakt: 
Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) 
Michael Pfister 
Pressesprecher 
Am Hauptbahnhof 2 
70173 Stuttgart 
Tel.: (07 11) 1 27-416 10 
Fax: (07 11) 1 27-416 12 
E-Mail: michael.pfister@LBBW.de 
www.LBBW.de 
 

(END) Dow Jones Newswires

August 28, 2008 04:19 ET (08:19 GMT)

© 2008 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

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