Aufkeimende Hoffnung auf Zinssenkungen
der Notenbanken hat den deutschen Aktienmarkt am Dienstag deutlich
gestützt. Der DAX
Spekulationen auf Zinssenkungen seitens der Europäischen Zentralbank und der US-Notenbank hätten den Markt gestützt, sagte ein Börsianer. "Eine echte Entwarnung gibt es aber nicht und die Lage bleibt sehr angespannt. Man muss zurzeit von Tag zu Tag reagieren, anders geht es nicht, denn so eine Situation gab es noch nie." Ein weiterer Händler verwies als Erklärung für größere Bewegungen in Einzelwerten auch darauf, dass für zahlreiche herkömmliche Aktienfonds der 30. September der letzte Handelstag in ihrem Geschäftsjahr ist. "Da wird noch schnell geschönt, wo es geht. Was im Jahresvergleich schlecht lief, wird rausgeworfen und was gut lief zugekauft." Nach Meinung eines dritten Börsianers war die Stabilisierung auch auf die Eindeckung von Short-Positionen zurückzuführen.
Nach der Ablehnung des US-Rettungsplans für notleidende Banken im Repräsentantenhaus hatten Börsianer ähnlich großen Kursverlusten wie an den anderen internationalen Börsen erwartet. "Das hätte nicht passieren dürfen", kommentierte Kapitalmarktexperte Robert Halver von der Baader Bank am Morgen die Ereignisse in den USA. Der Markt brauche dringend das Vertrauen, dass von Regierungsseite gehandelt werde. "Die Notenbanken alleine können es nicht mehr richten. Die Fed hat ihr Möglichkeiten ausgeschöpft und den Geldhahn bis zum Anschlag aufgedreht".
Aktien aus dem Finanzsektor wurden weiter verkauft. Aktien der
Deutschen Bank
Die Papiere der Hypo Real Estate (HRE)
Daneben war die Nachrichtenlage dünn: Daimler
Die Aktien des Handels- und Touristikkonzerns TUI
AXC0144 2008-09-30/14:38
