Die Schweizer Aktien sind am Donnerstag uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Zuvor hatten die Indizes - von den Banken angeführt - über weite Strecken fester tendiert. Die Bankentitel verhinderten zum Schluss noch tiefere Index-Notierungen, sie profitierten von der erwarteten Annahme des US-Rettungspakets für die Finanzindustrie. Nachdem sich der US-Senat bereits gestern für den modifizierten Vorschlag ausgesprochen hatte, hoffen nun die Anleger auf die Zustimmung des Repräsentantenhauses.
Den Umschwung im Handel brachten am Nachmittag schwache US-Konjunkturdaten. Zunächst hatten die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 1.000 zugenommen, anstatt wie erwartet um 15.000 nachzugeben. Noch deutlicher war aber die Reaktion auf die Auftragseingänge in der Industrie, die im August um vier Prozent eingebrochen waren. Hier hatten Ökonomen mit einem Rückgang um drei Prozent gerechnet. Unentschlossen wurden dagegen die Aussagen von EZB-Präsident Trichet aufgenommen. Dieser habe stärker auf die schwache Wirtschaftsentwicklung hingewiesen und damit die Tür für Zinssenkungen geöffnet, hieß es. Zugleich sagte er aber, dass die Inflation - trotz rückläufiger Inflationsrisiken - in der Eurozone noch für einige Zeit hoch bleiben werde.
Bis Börsenschluss stieg der SMI
Bis Handelsende hatten die Bankenwerte UBS
Zu den wenigen Gewinnern gehörten noch Baloise
Die beiden anderen Schwergewichte Novartis
Am Tabellenende lagen bis zum Schluss Syngenta
AXC0214 2008-10-02/18:35
