DJ Wall Street etwas fester erwartet - Wachovia-Übernahme im Blick
NEW YORK (Dow Jones)--Etwas fester wird die Wall Street zum Handelsauftakt am Freitag erwartet. Vorbörslich steht der Zusammenschluss der beiden Sparkassen Wachovia und Wells Fargo im Zentrum des Interesses. Als letztliche Stütze für die US-Futures haben sich allerdings überraschend schwach ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten für den September erwiesen, da sie die Hoffnungen auf eine nahe Verabschiedung des Rettungspakets beflügeln. Gegen 15.13 Uhr MESZ steht der S&P-Future bei plus 0,6%, der Nasdaq-Future gewinnt 0,5%.
Einen Schub verpassten den US-Futures die etwas schwächer als erwartet ausgefallenen September-Arbeitsmarktdaten ex Agrar. Die Zahl der Beschäftigten fiel um 159.000, während von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte einen Stellenrückgang um 105.000 erwartet hatten. "Die schwachen Daten waren wie Wasser auf die Mühlen der Befürworter des Rettungspakets", so ein Händler. Denn damit wachse der Druck auf das US-Repräsentantenhaus, das Programm zu verabschieden.
Wells Fargo will Wachovia per Aktientausch übernehmen, wobei der Konkurrent mit 7 USD je Aktie bzw ingesamt 15,4 Mrd USD bewertet würde. Dabei will Wells Fargo unter anderem toxische Assets im Wert von 10 Mrd USD auf ihre Bücher nehmen. Mit der Transaktion "überholt" Wells Fargo die Citigroup, die ebenfalls mit der angeschlagenen Wachovia über einen Zusammenschluss verhandelt hatte.
Vorbörslich werden Citigroup rund 15% niedriger gehandelt, Wells Fargo stehen 5,8% höher und Wachovia werden mit 6,85 USD gehandelt nach einem Vortagesschluss bei 3,91 USD, ein Plus von 75%.
Ferner stehen AIG im Blickpunkt. Der Versicherer will sich mehr auf Immobilien- und Lebensversicherungen konzentrieren. Mit dem Verkauf anderer Geschäftsteile soll der Überbrückungskredit der US-Regierung in Höhe von 85 Mrd USD ausbezahlt werden. Vorbörslich klettern die Aktien um 8%.
DJG/DJN/eyh/raz
(END) Dow Jones Newswires
October 03, 2008 09:18 ET (13:18 GMT)
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