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Wall Street schließt nach extrem volatiler Sitzung uneinheitlich

DJ Wall Street schließt nach extrem volatiler Sitzung uneinheitlich

NEW YORK (Dow Jones)--Mit uneinheitlicher Tendenz sind die Aktienkurse am Freitag an Wall Street aus einer Sitzung gegangen, die sich durch extreme Schwankungen auszeichnete. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) bewegte sich dabei in einer Spanne von 1.019 Punkten. Der Markt war hin- und hergerissen zwischen Rezessionsängsten und der Hoffnung auf eine baldige Überwindung der Finanzkrise, wie Händler erklärten.

Die bisher von den Regierungen und Notenbanken weltweit beschlossenen Maßnahmen hätten das Vertrauen an den Märkten nicht wieder hergestellt. Die Banken zögerten immer noch, einander Geld zu leihen. Ein funktionierender Interbankenmarkt sei aber Voraussetzung dafür, dass Unternehmen und Verbraucher ihren Finanzierungsbedarf decken könnten. Nun richteten sich die Hoffnungen auf das G-7-Treffen am Wochenende.

Der DJIA fiel schon im frühen Handel zeitweise unter die Marke von 8.000 auf ein Tagestief bei 7.884 Punkten, erholte sich dann aber. Etwa eine halbe Stunde vor Handelsschluss drehte der Index ins Plus und stieg bis auf 8.898 Punkte, um gleich darauf in negatives Terrain zurückzufallen. Der DJIA schloss beim Stand von 8.451 Punkten und damit um 1,5% bzw 128 Punkte niedriger als am Donnerstag. Die Wochenbilanz war mit einem Minus von 18% die bisher schlechteste in der Geschichte des Index. Der S&P-500 verlor 1,2% bzw elf Punkte auf 899. Der Nasdaq-Composite stieg um 0,3% bzw vier Punkte auf 1.650. Kursgewinne verzeichneten 1.035 Titel, während 880 Verlierer gesehen wurden und 33 Titel unverändert schlossen.

Bankenwerte, die in den vergangenen Tagen unter der Angst vor den Folgen der Kreditkrise gelitten hatten, führten die Liste der Gewinner an. Hintergrund war die Hoffnung, dass die Gruppe der sieben führenden Industrieländer (G-7) während ihrer Beratungen am Wochenende in Washington eine Lösung für die internationale Finanzkrise erarbeiten werde. Die Aktien der Citigroup stiegen um 9,1% auf 14,11 USD. Die Bank verzichtet auf die Übernahme von Wachovia. Damit kommt nun Wells Fargo zum Zuge. Wachovia verteuerten sich um 43,1% auf 5,15 USD. Wells Fargo legten um 3,9% auf 28,31 USD zu.

Morgan Stanley verloren allerdings 22% auf 968 USD, obwohl die japanische Mitsubishi UFJ Financial Group in den vergangenen Tagen ihre Finanzierungszusage an die Bank mehrfach bekräftigt hatte.

Die Aktien des Mischkonzerns General Electric (GE) gewannen 13,1% auf 21,50 USD, nachdem das Unternehmen vorbörslich Quartalszahlen vorgelegt hatte. Diese waren etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben. GE habe sich allerdings trotz der gegenwärtigen Krise recht gut geschlagen, sagte ein Beobachter. Das hätten die Anleger honoriert. Herbe Verluste hatten dagegen die Rohstoffwerte zu verkraften, nachdem der Ölpreis um über 10% gefallen war. Exxon Mobile sanken um 8,2% auf 62,36 USD und Chevron um 9,6% auf 57,83 USD. Alcoa büßten 9,7% auf 11,25 USD ein.

DJG/cln 

(END) Dow Jones Newswires

October 10, 2008 17:30 ET (21:30 GMT)

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.

© 2008 Dow Jones News
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