Die Aktien von Air Berlin
Analyst Sebastian Kaufmann von Cheuvreux äußerte sich positiv, da er mit einem schlechteren Ergebnis und einem deutlicheren Rückgang der Passagierzahlen gerechnet hatte. Allerdings sei zu berücksichtigen, dass die Zahlen einen Zeitraum von lediglich einem Monat reflektierten und insofern mit Schwankungen zu rechnen sei, so Kaufmann.
"Die Zahlen zeigen, dass die Profitablität durch die Ausmusterung schlecht laufender Routen erfolgreich erhöht werden könne", sagte Analyst Johannes Braun von der Commerzbank. Für einen Einstieg in die Aktien sei es aber zu früh, da die langfristigen Gewinne weiterhin durch Konjunkturabschwung, nachteilige Effekte aufgrund von Risiko-Absicherungen wegen Ölpreis-Anstiegen (Fuel-Hedging) und Kosten im Zuge von Kapazitätskürzungen bedroht seien. Braun erhöhte zwar sein Kursziel von 3,70 auf 4,70 Euro, beließ wegen der genannten Risiken aber seine Empfehlung auf "Hold".
Analyst Zafer Rüzgar von Independent Research erhöhte das Kursziel von 3,00 auf 3,50 Euro, votierte aber unverändert mit "Verkaufen". Die Verkehrszahlen seien "zufriedenstellend" ausgefallen. Allerdings sei aus operativer Sicht, trotz der Anzeichen einer Verbesserung, eine nachhaltige Erholung noch nicht gesichert.
Am Mittwochmorgen hatte die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft mitgeteilt, dass sie im Dezember im Vergleich zum Vorjahresmonat dank erheblicher Kapazitätskürzungen ihre Auslastung um 0,8 Prozentpunkte auf 72,3 Prozent verbessert habe. Der Erlös pro Sitzplatzkilometer stieg um 17,6 Prozent./ebx/ck
ISIN GB00B128C026
AXC0062 2009-01-07/11:53
