Hamburg (ots) - Das Unternehmen Axel Springer (WKN 550135 / ISIN DE0005501357) wurde 1946 gegründet und ist heute Deutschlands größter Zeitungsverlag sowie eines der führenden europäischen Medienunternehmen. Im Interview mit a|m spricht Finanzvorstand Lothar Lanz über die gestern veröffentlichten Q3-Zahlen und warum eine Fokussierung auf den Bereich Online sinnvoll ist.
a|m: Gerade haben Sie die Zahlen für das dritte Quartal 2009 veröffentlicht. Trotz Umsatzrückgangs konnten Sie das Ergebnis im dritten Quartal steigern. Was sind die Gründe hierfür?
Lothar Lanz: Axel Springer hat in diesem Jahr bislang glücklicherweise weniger unter der Krise zu leiden gehabt als der Wettbewerb, da wir insgesamt weniger abhängig sind von Werbeerlösen und eine starke Position im Vertriebsmarkt haben. Wir konnten in einem rückläufigen Werbeumfeld sogar Marktanteile gewinnen. Insbesondere unsere reichweitenstarken Zeitungstitel wie BILD und BILD am SONNTAG haben hier einen wesentlichen Beitrag geleistet. Wir profitieren außerdem von unserem cross-medialen Geschäftsmodell. Unabhängig davon hilft uns unsere konsequente Kostendisziplin, die Axel Springer, auch in guten Zeiten aufrecht erhält.
a|m: Die Umsätze im Bereich Werbung sind stark rückläufig. Ab wann rechnen Sie mit einer Trendwende?
Lothar Lanz: Eine exakte Prognose, wann mit einer Trendwende zu rechnen ist, kann ich Ihnen leider nicht geben. Es gibt jedoch einige Indikatoren, die uns optimistisch stimmen, so dass wir für das kommende Jahr mit einer Trendwende rechnen. Wir sind zuversichtlich, dass wir 2010 wieder einen Ergebnisanstieg erreichen können, hier hilft uns natürlich vor allem das Wachstum im Online-Geschäft.
a|m: Ist der Online-Bereich stärker von den Schwierigkeiten des Werbemarktes betroffen?
Lothar Lanz: Unser Online-Geschäft wächst und stellt inzwischen bereits das drittgrößte Segment nach den inländischen Zeitungen und Zeitschriften. Die Wucht des Wirtschafts- und Finanzkrise trifft natürlich alle Bereiche - von Print über Online bis TV. Entscheidend ist, Kunden in diesen Zeiten besonders innovative Lösungsansätze anbieten zu können - idealerweise crossmedial wie etwa mit unseren VOLKS- oder WELT KLASSE-Angeboten über alle Mediengattungen hinweg.
a|m: Die Strategie von Axel Springer besteht im multimedialen Ausbau der eigenen Marken und in der Akquisition neuer Online-Wachstumsgeschäfte. Machen Sie sich damit nicht noch abhängiger vom Werbemarkt?
Lothar Lanz: Wir fokussieren im Rahmen unserer Digitalisierungsstrategie drei Säulen: den Ausbau und die Weiterentwicklung unserer starken Marken, wie Sie es bereits angesprochen haben. Daneben setzen wir konsequent auf Aktivitäten im Bereich Rubriken- und Stellenmärkte, wie etwa mit dem Immobilienportal immonet.de oder der Jobbörse StepStone. Und drittens sind wir auch im Bereich erfolgsbasierte Vermarktung mit unseren Beteiligungen an Zanox und Digital Window äußerst erfolgreich. In Summe ergibt dies nicht nur einen hervorragenden Mix, sondern auch eine optimale Positionierung, um im digitalen Geschäft wirtschaftlich erfolgreich zu sein.
a|m: Mit dem Wechsel hin zu Bezahlinhalten nehmen Sie in Deutschland eine Vorreiterrolle ein. Für welche Inhalte werden Ihre Leser in Zukunft zahlen müssen? Wird es neue Produkte geben oder werden die derzeit kostenlosen Inhalte sukzessive in kostenpflichtige Angebote umgewandelt?
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Lothar Lanz: Axel Springer hat in diesem Jahr bislang glücklicherweise weniger unter der Krise zu leiden gehabt als der Wettbewerb, da wir insgesamt weniger abhängig sind von Werbeerlösen und eine starke Position im Vertriebsmarkt haben. Wir konnten in einem rückläufigen Werbeumfeld sogar Marktanteile gewinnen. Insbesondere unsere reichweitenstarken Zeitungstitel wie BILD und BILD am SONNTAG haben hier einen wesentlichen Beitrag geleistet. Wir profitieren außerdem von unserem cross-medialen Geschäftsmodell. Unabhängig davon hilft uns unsere konsequente Kostendisziplin, die Axel Springer, auch in guten Zeiten aufrecht erhält.
a|m: Die Umsätze im Bereich Werbung sind stark rückläufig. Ab wann rechnen Sie mit einer Trendwende?
Lothar Lanz: Eine exakte Prognose, wann mit einer Trendwende zu rechnen ist, kann ich Ihnen leider nicht geben. Es gibt jedoch einige Indikatoren, die uns optimistisch stimmen, so dass wir für das kommende Jahr mit einer Trendwende rechnen. Wir sind zuversichtlich, dass wir 2010 wieder einen Ergebnisanstieg erreichen können, hier hilft uns natürlich vor allem das Wachstum im Online-Geschäft.
a|m: Ist der Online-Bereich stärker von den Schwierigkeiten des Werbemarktes betroffen?
Lothar Lanz: Unser Online-Geschäft wächst und stellt inzwischen bereits das drittgrößte Segment nach den inländischen Zeitungen und Zeitschriften. Die Wucht des Wirtschafts- und Finanzkrise trifft natürlich alle Bereiche - von Print über Online bis TV. Entscheidend ist, Kunden in diesen Zeiten besonders innovative Lösungsansätze anbieten zu können - idealerweise crossmedial wie etwa mit unseren VOLKS- oder WELT KLASSE-Angeboten über alle Mediengattungen hinweg.
a|m: Die Strategie von Axel Springer besteht im multimedialen Ausbau der eigenen Marken und in der Akquisition neuer Online-Wachstumsgeschäfte. Machen Sie sich damit nicht noch abhängiger vom Werbemarkt?
Lothar Lanz: Wir fokussieren im Rahmen unserer Digitalisierungsstrategie drei Säulen: den Ausbau und die Weiterentwicklung unserer starken Marken, wie Sie es bereits angesprochen haben. Daneben setzen wir konsequent auf Aktivitäten im Bereich Rubriken- und Stellenmärkte, wie etwa mit dem Immobilienportal immonet.de oder der Jobbörse StepStone. Und drittens sind wir auch im Bereich erfolgsbasierte Vermarktung mit unseren Beteiligungen an Zanox und Digital Window äußerst erfolgreich. In Summe ergibt dies nicht nur einen hervorragenden Mix, sondern auch eine optimale Positionierung, um im digitalen Geschäft wirtschaftlich erfolgreich zu sein.
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