Der Bau- und Dienstleistungskonzern
Bilfinger Berger
Nach dem Pfusch-Verdacht beim Bau der ICE-Strecke München-Nürnberg fordert die Deutsche Bahn die betroffene Firma unterdessen zur schnellen Aufklärung der Vorwürfe auf. "Wir fordern Bilfinger Berger ultimativ auf, uns sofort alle Informationen offenzulegen, die eine Überprüfung konkreter Bauwerke ermöglichen", teilte DB-Infrastrukturvorstand Volker Kefer am Montag in Berlin mit. Für eine schnelle und transparente Aufklärung sei die Bahn "zwingend auf Informationen von Bilfinger Berger angewiesen". Nach den Manipulationen beim Kölner-U-Bahn-Bau gibt es auch Hinweise auf gefälschte Bau-Protokolle an der ICE-Strecke.
HINWEISE AUF GEFÄLSCHTE PROTOKOLLE BEI ICE-STRECKE
Ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft hatte am Wochenende bestätigt, dass es nun auch Hinweise auf gefälschte Arbeitsprotokolle bei den Bauarbeiten an der ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke Nürnberg-München gebe, an der Bilfinger Berger beteiligt war. Der Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) forderte, die Unternehmensspitze des Mannheimer Baukonzerns müsse endlich vor Ort den Anwohnern und Medien Rede und Antwort über den Pfusch bei den Bauarbeiten stehen.
Bereits am Freitag hatten Fahnder die Arbeitsgemeinschaft der Baufirmen für den Kölner U-Bahn-Bau durchsucht, darunter auch die Büros der Mannheimer Baufirma. Anschließend hatte die Staatsanwaltschaft Bilfinger Berger über den Verdacht auf Manipulationen beim Bau der ICE-Trasse informiert. Bilfinger Berger kündigte am Freitag an, die Arbeiten an der Strecke zu untersuchen. "Wir wollen sicherstellen, dass alle Projekte, in denen ähnliche Technologien verwendet wurden, korrekt ausgeführt worden sind", sagte Bodner am Freitag./jha/tw
ISIN DE0005909006
AXC0108 2010-02-22/14:24
