Aktien von Celesio
Ein Händler verwies auf eine Studie der DZ Bank, die Übernahmefantasie für Celesio schüre. Nach dem für Ende März erwarteten Verkauf von Ratiopharm für rund drei Milliarden Euro dürfte ein Verkauf des ebenfalls zum Merckle-Imperium gehörenden Pharmahändlers Phoenix nicht mehr erforderlich sein. US-Pharmahändler und Gesundheitsdienstleister wie etwa McKesson oder Medco, die möglicherweise durch einen Kauf von Phoenix in den europäischen Markt einsteigen wollten, könnten nun ihren Blick auf den Wettbewerber Celesio richten, schrieb Analyst Thomas Maul. Es sei denkbar, dass Kaufinteressenten an Celesio-Mehrheitsaktionär Haniel herantreten. Dieser denke aktuell über einen Umbau seines Beteiligungsportfolios nach und könne einer Offerte durchaus nicht abgeneigt sein. Maul erwartet eine Prämie auf den aktuellen Kurs von mehr als 25 Prozent.
"Angetrieben durch die Studie hat die Aktie zeitweise ihr Hoch von 2009 bei 22,11 Euro überwunden", sagte Thomas Nagel, Händler und technischer Analyst bei Equinet. Zugleich bestätige die relative Entwicklung im Vergleich zum Stoxx600 und zum Sektorindex den jüngsten Aufwärtstrend. "Die nächsten Ziele liegen nun bei 22,74 und dann bei 24,15 Euro." Einem Artikel der Zeitung "Die Welt", demzufolge der Pharmagroßhändler Anzag einen Frontalangriff auf Apothekendiscounter plant und eine Neuausrichtung seiner Medikamentenkooperation forciert, wurde indes keine große Kursrelevanz beigemessen./dr/rum
ISIN DE000CLS1001
AXC0060 2010-03-02/10:30
