Berlin (ots) - "Der Vorschlag der Bundesfamilienministerin ur Gestaltung der Pflegezeit ist interessant", so Caritas-Präsident Peter Neher. Angesichts der großen Zahl pflegebedürftiger Menschen sei es zu begrüßen, dass über eine Ausweitung einer Pflegezeit von derzeit sechs Monaten auf zwei Jahren nachgedacht werde und es Überlegungen zur Finanzierung gebe.
Kritisch sieht Neher, dass der Vorschlag "allein die betroffenen Arbeitnehmer und Arbeitgeber belastet und keinen Beitrag der Solidargemeinschaft vorsieht." Auch müsse geklärt werden, ob die geplanten zwei Jahre am Stück genommen werden müssten oder ob eine Stückelung denkbar sei. Pflege sei nicht immer ein kontinuierlicher Prozess und verlange daher Flexibilität von den betroffenen Angehörigen. Auch die Frage, wie eine Versicherung gestaltet sein soll, die im Falle eines Arbeitsplatzwechsels greift, müsse geklärt werden.
"Der Vorschlag von Ministerin Schröder trägt trotz vieler offener Fragen der Tatsache Rechnung, dass am Ende des Lebens der Bedarf an Versorgung pflegebedürftiger Angehöriger zunimmt. Deutlich wird, dass Arbeitnehmer nicht nur in der Elternphase Zeitbudgets brauchen", so Neher.
Originaltext: Deutscher Caritasverband e.V. Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/50773 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_50773.rss2
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Redaktion: Claudia Beck (Verantwortlich)
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Haus der Deutschen Caritas Reinhardtstraße 13, 10117 Berlin
Kritisch sieht Neher, dass der Vorschlag "allein die betroffenen Arbeitnehmer und Arbeitgeber belastet und keinen Beitrag der Solidargemeinschaft vorsieht." Auch müsse geklärt werden, ob die geplanten zwei Jahre am Stück genommen werden müssten oder ob eine Stückelung denkbar sei. Pflege sei nicht immer ein kontinuierlicher Prozess und verlange daher Flexibilität von den betroffenen Angehörigen. Auch die Frage, wie eine Versicherung gestaltet sein soll, die im Falle eines Arbeitsplatzwechsels greift, müsse geklärt werden.
"Der Vorschlag von Ministerin Schröder trägt trotz vieler offener Fragen der Tatsache Rechnung, dass am Ende des Lebens der Bedarf an Versorgung pflegebedürftiger Angehöriger zunimmt. Deutlich wird, dass Arbeitnehmer nicht nur in der Elternphase Zeitbudgets brauchen", so Neher.
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