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Bayer will Urteil wegen gentechnisch verändertem Reis anfechten

DJ Bayer will Urteil wegen gentechnisch verändertem Reis anfechten

LEVERKUSEN (Dow Jones)--Bayer CropScience will ein Gerichtsurteil wegen gentechnisch veränderten Reis mit allen juristischen Mitteln anfechten. Das am Donnerstag im US-Bundesstaat Arkansas ergangene Urteil sei in keiner Weise nachvollziehbar, teilte die Tochter der Leverkusener Bayer AG am Montag mit. Wegen Spuren von gentechnisch verändertem Reis in ihrer Ernte hatte eine Jury 14 Reisfarmern laut Bayer CropScience eine Entschädigung von knapp 6 Mio USD sowie einen so genannten Strafschadensersatz in Höhe von 42 Mio USD zuerkannt.

"Die Tatsachen rechtfertigen nicht den zuerkannten Schadensersatz und erst recht nicht Zahlungen für angebliche zukünftige Schäden", sagte Bruce Mackintosh, Leiter der Rechtsabteilung bei Bayer CropScience LP laut Mitteilung. Die Entscheidung über Strafschadensersatz, der nach Angaben von Bayer nach Maßgabe des US-Rechts nur bei besonders rücksichtsloses Verhalten zuerkannt werden kann, sei "in besonderem Maße unverständlich".

In einer umfassenden und gründlichen Untersuchung habe das US-Landwirtschaftsministeriums keine Verletzung gesetzlicher Bestimmungen durch Bayer CropScience feststellen können. "Bayer in dieser Angelegenheit ein böswilliges Handeln zu unterstellen ist völlig ungerechtfertigt", sagte Mackintosh.

Bayer CropScience sei bereit, mit denjenigen zusammenzuarbeiten, die Gespräche über finanzielle Verluste in der Biotechreis-Angelegenheit in einem angemessenen und vernünftigem Rahmen angehen, sagte Mackintosh weiter. Er verwies darauf, dass kürzlich ein außergerichtlicher Vergleich mit dem Unternehmen Riviana und vier assoziierten Unternehmen in Höhe von 5,8 Mio USD abgeschlossen worden sei.

Die Reisfarmer hatten nach Darstellung des Unternehmens gegen Bayer CropScience geklagt, nachdem im Jahr 2006 Spuren von vorkommerziellem gentechnisch verändertem Reis in der Langkornreis-Ernte aus dem Jahr 2005 entdeckt worden waren. Anschließend hätten einige Länder, und vor allem die EU, Beschränkungen für den Import von Langkornreis aus den USA verhängt. Der in den USA angebaute Langkornreis werde überwiegend nicht in Europa konsumiert und sei insoweit auch nicht von den EU-Restriktionen betroffen. Zudem bedeuteten die Spuren von gentechnisch verändertem Reis keine Gefährdung der Lebensmittelsicherheit.

Das betreffende Protein, das den Reis unempfindlich gegen ein Herbizid macht, ist laut Bayer von den Zulassungsbehörden in einer Reihe von Ländern, darunter in Kanada, der EU, Japan und den USA, für verschiedene Kulturpflanzen als unbedenklich eingestuft worden. Die US-Zulassungsbehörde FDA und das US-Landwirtschaftsministerium hätten festgestellt, dass der biotechnologische Reis von Bayer für den menschlichen Verzehr sicher sei. Allerdings vermarkte Bayer CropScience gentechnisch veränderten Reis bislang nicht.

Webseite: www.bayercropscience.com 
 
   DJG/has/cbr 
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(END) Dow Jones Newswires

April 19, 2010 08:34 ET (12:34 GMT)

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