DJ US-Anleihen drehen ins Plus und notieren im frühen Handel fester
NEW YORK (Dow Jones)--Die Notierungen der US-Staatsanleihen drehen am Freitag im frühen New Yorker Geschäft in einem volatilen Handel ins Plus und bauen ihre Gewinne aus. Im Handel wird auf die erneut deutlichen Abschläge am Aktienmarkt verwiesen. Gegen 16.46 Uhr MESZ steigen zehnjährige Anleihen mit einem Kupon von 3,625% um 18/32 auf 102-15/32 und rentieren mit 3,33%. Der mit 4,625% verzinste Longbond zieht um 1-4/32 auf 108-8/32 an, seine Rendite fällt damit auf 4,14%.
Das Geschäft verlaufe nach den Ereignissen an Wall Street vom Vortag ziemlich nervös. Die Schuldenkrise in Europa mit dem Problemstaat Griechenland an der Spitze treibe Anleger weiter in die Arme der als sicher geltende US-Anleihen, heißt es im Handel. Anleger würden von der Angst getrieben, dass weitere Staaten der Euro-Zone in den Schuldenstrudel geraten könnten. "Es gibt einfach zu viel Unwägbarkeiten, die die US-Anleihen oben halten", sagt der leitende Rentenhändler Ted Ake der Societe Generale in New York.
Investoren beschleiche die Befürchtung, die Schuldenkrise könne außer Kontrolle geraten und das Bankensystem in der Euro-Zone überrollen. Davon blieben dann auch die US-Banken nicht unberührt, was letztlich die weltweite Konjunkturerholung in Frage stelle, beschreibt ein weiterer Händler den schlimmsten anzunehmenden Fall.
Zunächst hatten die positiven Daten vom US-Arbeitsmarkt noch für Abschläge bei den Kursen der Festverzinslichen gesorgt. Die Zahl der Beschäftigten in den USA zog weiter kräftig an. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft erhöhte sich im April um 290.000, was den stärksten Anstieg seit März 2006 darstellte. Volkswirte hatten nur ein Stellenplus von 180.000 vorhergesagt. Zugleich wurden die Angaben für den Vormonat nach oben korrigiert.
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May 07, 2010 10:56 ET (14:56 GMT)
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