Chemie- und Pharmawerte haben am
Donnerstag zu den gefragtesten Werten im Dax gezählt. Börsianer
begründeten dies vor allem mit einer positiven Branchenstudie von
Morgan Stanley. So kletterten die Titel von BASF
Morgan Stanley erklärte in einer aktuellen Analyse, der Chemiesektor sehe nach wie vor günstig aus. Selbst wenn man davon ausgehe, dass die Weltwirtschaft nochmals in die Rezession abrutscht (Double-Dip), sei der Sektor trotz der zu erwartenden Umsatz- und Gewinnrückgänge nicht teuer.
Zudem beließ Analyst Norbert Barth von der WestLB die Einschätzung der BASF-Papiere auf "Add" mit einem Kursziel von 53,00 Euro. Nach optimistischen Aussagen von Unternehmenschef Jürgen Hambrecht vom Vortag habe er seine Schätzungen für den operativen Gewinn erhöht. "Der Geschäftsverlauf im Juli und August deutet darauf hin, dass BASF im dritten Quartal 2010 erneut deutlich besser abschneiden wird als erwartet", hatte ein Sprecher am Mittwoch gesagt und damit entsprechende Aussagen des BASF-Chefs bestätigt, die er zuvor in einem Interview gemacht hatte. Zudem geht Barth davon aus, dass die Dividende auf mindestens 2 Euro je Aktie steigt.
Die Kursgewinne bei Bayer erklärte ein Händler auch mit einer positiv aufgenommen Unternehmensnachricht. Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer startet die Vermarktung seines Multiple Sklerose-Mittels Betaferon in China. Das Mittel soll bei der Behandlung der schubförmig verlaufenden Form der MS eingesetzt werden. Annähernd 15.000 Patienten leiden Bayer zufolge in China an MS, die zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen unter jungen Erwachsenen zähle./la/ag
ISIN DE000BAY0017 DE0005151005
AXC0059 2010-09-23/10:58
