New York (BoerseGo.de) - Die US-Notenbank Fed hat gestern ihren Plan angekündigt, 31 US-Banken einem Stresstest zu unterwerfen, wozu auch die sechs größten US-Geldhäuser zählen sollen. Dieser soll klären, inwieweit die Banken gegen einen hypothetischen Marktschock, wie ihn eine Eskalation der Europäischen Bankenkrise bringen könnte, gewappnet sind. Der renommierte Bankenanalyst Dick Bove meint dazu, dass für die Anleger kein Grund zur Unruhe bestehe, da die Stresstests nur pro forma erfolgten und keinen Anhaltspunkt dafür böten, dass die Fed Sorgen über den Zustand US- Banken habe. " Die Durchführung der Tests ist durch das sogenannte "Dodd-Frank"-Gesetz vorgeschrieben. Deswegen führt die Fed jedes Jahr um diese Zeit neue Stresstests für die Bankenindustrie durch", so Bove. Die Stresstests der Fed sollen zeigen, ob die US-Finanzinstitute gegen eine weitere Verschärfung der Europäischen Bankenkrise gewappnet sind.
Für Bove besteht kein Anlass zur Sorge, dass es eine Ansteckung aus der Eurozone geben könne. " Falls die Europäischen Banken in bedeutsame Schwierigkeiten geraten, so wird dies keine massive Krise bei den US-Banken auslösen", so Bove. Vielmehr profitierten US-Banken in erheblichem Umfang als Folge der Europäischen Bankenkrise und dies zeige sich auch an ihren Gewinnen. Dies liege daran, dass Europäischen Banken an US-Banken US-Wertpapiere zu Discountpreisen verkaufen. Bove hält es allerdings für höchst unwahrscheinlich, dass die Europäischen Banken zusammenbrechen werden. Er meint, dass sie letztlich von der Europäischen Zentralbank gerettet werden.
