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UPDATE: Merck & Co stellt wegen Generika auf härtere Zeiten ein

--Merck rechnet 2012 bestenfalls mit Umsatz-Stagnation

--Gewinn soll aber weiter steigen

--Merck will 2012 und 2013 Zulassung für fünf neue Medikamente beantragen

(NEU: Durchgehend neu)

Von Peter Loftus 
   DOW JONES NEWSWIRES 
 

WHITEHOUSE STATION (Dow Jones)--Ebenso wie der Wettbewerber Pfizer wird auch Merck & Co in diesem Jahr die Folgen des Auslaufens von Patenten auf umsatzstarke Arzneien zu spüren bekommen. Nach einem Umsatzplus von 4 Prozent auf 48 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr rechnet der Konzern aus Whitehouse Station 2012 nur mit einer Stagnation oder gar einem Rückgang der Einnahmen.

Für Merck wird es dabei ab August 2012 eng. Dann verliert der größte Umsatzbringer, das Asthmamittel Sinclair, sein Exklusivrecht. Der Topseller brachte es im Schlussquartal 2011 noch auf 1,46 Milliarden Dollar Umsatz, 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei Pfizer und Eli Lilly hatte der Verlust von Patenten für Medikamente bereits im vierten Quartal 2011 auf Umsatz und Gewinn gedrückt.

Beim Gewinn schaut Merck & Co aber trotz der Umsatzstagnation zuversichtlich in die Zukunft, das Ergebnis soll weiter steigen. Im vierten Quartal war die Nummer zwei der US-Pharmaindustrie dank sinkender Kosten und einer guten Umsatzentwicklung bei wichtigen Medikamenten in die Gewinnzone zurückgekehrt.

Merck & Co hat auf die bevorstehenden Probleme wegen des Verlusts von Patenten bereits mit Kosteneinsparungen reagiert. Zudem setzt der Konzern auf weiteres Wachstum bei seinen noch patentgeschützten Medikamenten. Darüber hinaus sollen auch neue Arzneien eingeführt werden. In diesem Jahr und 2013 will der Konzern Zulassungsanträge für fünf Neuentwicklungen beantragen. Darunter sind Mittel zur Behandlung von Osteoporose und Schlaflosigkeit sowie neue Generation von Impfstoff gegen Krebs verursachende Viren.

Beim Blick zurück zeigte sich CEO Kenneth Frazier während einer Telefonkonferenz erfreut darüber, wie das Team auf die schwierigen Bedingungen schon 2011 reagiert und diese gemeistert hat. Für das vierte Quartal berichtete Merck & Co am Donnerstag einen Gewinn von 1,51 Milliarden Dollar oder 0,49 Dollar je Aktie nach einem Verlust von 531 Millionen oder 0,17 Dollar je Anteil im Vorjahr. Seinerzeit hatten Abschreibungen von 1,7 Milliarden Dollar im Zusammenhang mit negativ verlaufenen klinischen Tests mit dem Medikamentenanwärter Vorapaxar das Ergebnis belastet.

Im Schlussquartal 2011 schlugen Kosten für Übernahmen und Stellenstreichungen zu Buche. Der Konzern hat die Belegschaft im abgelaufenen Jahr um 8.000 Mitarbeiter oder 8,5 Prozent auf 86.000 Beschäftigte verkleinert.

Freude bereitete dem Konzern im vierten Quartal weiter das 2006 lancierte Diabetesmittel Januvia. Der Umsatz kletterte um 42 Prozent auf 960 Millionen Dollar. Stark gefragt war mit einem Plus von einem Drittel auf 386 Millionen Dollar auch das ebenfalls bei Diabetes eingesetzte Mittel Janumet. Vermehrte Impfungen gegen humane Papillomaviren ließen den Umsatz mit Gardasil um knapp ein Viertel steigen.

Mehr als ein Viertel weniger setzte Merck hingegen mit Remicade um, mit dem chronisch entzündliche Krankheiten wie rheumatoide Arthritis behandelt werden. Im Zuge der Beilegung eines Rechtsstreits hatte sie die Vermarktungsrechte für das Mittel in einen Regionen an Johnson & Johnson abgetreten.

In der Sparte Tiergesundheit setzte Merck mit 868 Millionen 6 Prozent mehr um. Bei Pflegeprodukten ging der Umsatz um 5 Prozent auf 361 Millionen Dollar zurück.

-Von Peter Loftus, Dow Jones Newswires; 
+49 (0)69 29725 104, unternehmen.de@dowjones.com 
DJG/DJN/bam/jhe 
 

(END) Dow Jones Newswires

February 02, 2012 10:16 ET (15:16 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
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