Anzeige
Mehr »
Mittwoch, 10.06.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Pentagon in Alarmbereitschaft? Dieser Rohstoff könnte jetzt Gold in den Schatten stellen
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
125 Leser
Artikel bewerten:
(0)

DEVISEN-AUSBLICK/Euro könnte Abwärtsbewegung wieder aufnehmen

Von Manuel Priego-Thimmel 
   DOW JONES NEWSWIRES 

FRANKFURT (Dow Jones)--Die guten Zeiten für den Euro könnten schon bald wieder vorbei sein. Die Einheitswährung hat in den vergangenen Wochen davon profitiert, dass sich die Lage in der Eurozone stabilisiert hat. In einem politischen Willensakt haben die Verantwortlichen in Brüssel und Athen eine Insolvenz Griechenlands zunächst abgewendet. Die EZB ihrerseits hat mittels einer Liquiditätswelle zur Beruhigung der Anleihenmärkte in der Peripherie beigetragen. Beides hat dem Euro geholfen. Nun könnten aber wieder die fundamentalen Daten stärker ins Gewicht fallen - und die sprechen gegen den Euro.

Insgesamt hat die EZB über die beiden Dreijahrestender mehr als eine Billion an frischen Euro gedruckt. Das hat entscheidend dazu beigetragen, dass die Zinsen für Staatsanleihen in der Peripherie gefallen sind. Italienische Benchmarktitel sind in der Zwischenzeit unter fünf Prozent gefallen, nachdem sie noch vor einigen Wochen bei über sieben Prozent notierten. Die Entspannung in der Eurozone hat natürlich den Euro gestützt und diesen bis in den Bereich von etwa 1,35 Dollar geführt. Nachdem zahlreiche Shortpositionen eingedeckt worden sind, könnte die Einheitswährung nun wieder ihre übergeordnete Abwärtsbewegung aufnehmen.

Denn das Anschmeißen der Notenpresse durch die EZB beinhaltet natürlich Risiken für die langfristige Preisstabilität und damit den Wert des Euro. Immerhin entsprechen eine Billion Euro knapp 10 Prozent des BIP der Eurozone. Und, während die EZB munter Geld druckt, gehen derweil entsprechende Erwartungen an die Federal Reserve zurück. Chairman Ben Bernanke erwischte die Märkte auf dem falschen Fuß, als er vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses keine neuen Andeutungen Richtung Notenpresse machte.

Der Markt reagierte sofort und schickte den Euro mehr als ein Cent in die Tiefe. Es ist nicht mehr auszuschließen, dass die von vielen Anlegern erwartete neue Runde quantitativer Lockerung (QE3) ausfallen könnte oder erst später anlaufen wird. Bislang hatten viele Beobachter Mitte des Jahres als möglichen Starttermin im Auge. Denn dann läuft "Operation Twist" aus, bei der die Fed die Mittel aus fälligen Wertpapieren am Anleihemarkt reinvestiert, um eine Schrumpfung der Bilanz zu vermeiden. Die zuletzt verbesserten Konjunkturdaten in den USA lassen die US-Notenbanker aber jetzt etwas gelassener auftreten.

Den wichtigsten Impuls stellt in der kommenden Woche die Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten dar. Die Commerzbank rechnet damit, dass sich die freundliche Tendenz der vergangenen Wochen fortsetzen wird. Die Analysten erwarten, dass im Februar 250.000 neue Stellen geschaffen wurden nach zuvor 243.000. Auch der ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe wird mit 57 deutlich im expansiven Bereich erwartet und würde das Bild einer sich langsam erholenden Wirtschaft unterstreichen. Damit dürften die wirtschaftlichen Fundamentaldaten aus den USA bis auf weiteres deutlich freundlicher bleiben als in Europa - und das sollte den Dollar gegen den Euro stützen.

Beobachter gehen davon aus, dass Mario Draghi anlässlich der EZB-Sitzung in der kommenden Woche die Wachstumsprognosen für die Eurozone im laufenden Jahr nach unten korrigieren wird. Die Commerzbank erwartet eine Absenkung auf minus 0,2 Prozent. Im Dezember hatte Draghi noch ein Wachstum von plus 0,3 Prozent erwartet. An den Leitzinsen wird Draghi vermutlich nicht drehen - eine Bestätigung bei ein Prozent gilt als sehr wahrscheinlich. Gefahr für den Euro droht aber nicht nur durch die vergleichsweise besseren Konjunkturdaten aus den USA und sinkende Erwartungen an eine neue Runde geldpolitischer Lockerung durch die Fed.

Denn mit einem immer weiter steigenden Ölpreis schwebt ein Damoklesschwert über den Finanzmärkten. Der Preis für Brent notiert nun seit geraumer Zeit auf einem Neunmonatshoch bei rund 125 Dollar und bedroht zunehmend die Weltkonjunktur. Die Spannungen zwischen dem Iran und der westlichen Welt dürften eine Korrektur verhindern. Damit nimmt das Risiko zu, dass sich die Konjunkturdaten in den kommenden Wochen deutlicher eintrüben werden. Das gleiche Bild war auch im vergangenen Jahr zu beobachten. Das wäre nicht nur schlecht für die Aktienmärkte, sondern auch für den Euro. Denn in Krisenzeiten ziehen Anleger die "sicheren Häfen" vor - und im Euro/Dollar-Paar ist das immer noch der Dollar.

-Von Manuel Priego Thimmel, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29 725 219, manuel.priego-thimmel@dowjones.com 
DJG/mpt/raz 
 

(END) Dow Jones Newswires

March 02, 2012 07:19 ET (12:19 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Software-Aktien vor, die besonders aussichtsreich positioniert sind – mit starker Marktstellung, attraktiver Bewertung und hohem Aufholpotenzial.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor der Software-Rebound Fahrt aufnimmt!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.