Der Versorger E.on will seine Farbe wechseln. Das Rot erinnert zu sehr an
die schmutzige Verbrennung von Kohle zur Stromgewinnung. Auch
Autohersteller, Banken oder Elektronikhersteller versuchen, sich mit neuen
Produkten und Namen einen grünen Anstrich zu verpassen. Öko ist in.
Nachahmer gibt es viele. Doch keiner ist so glaubwürdig wie das Original:
Alfred Platow.
"Geldgeil war ich nie, ich hatte damals ein ganz anderes Bauchgefühl", so
der Versiko-Chef gegenüber dem AKTIONÄR. Es war für ihn schon im Jahr 1975 -
Klimawandel, Bio oder Solar waren Fremdwörter - eine "Herzensangelegenheit",
eine Versicherungsagentur für ökologisch orientierte Betriebe und
Umweltorganisationen aufzubauen. Der Beginn einer Erfolgsstory.
Versiko-Lösungen zur betrieblichen Altersversorgung werden mittlerweile von
4.000 Naturkostgeschäften in Anspruch genommen. Ebenso viele Ärzte mit
naturheilkundlichem Hintergrund vertrauen auf Versiko (WKN 540 868). Die
insgesamt rund 55.000 Kunden lieben auch die ökologische klassische
Rentenversicherung VersiRente, welche 22 Prozent des Kapitals "ehrlich
nachhaltig" anlegt.
Ökoworld: "Kein Solar-Investment"
Ein gutes Näschen hat Platow auch mit der vor 16 Jahren gegründeten
Investmentfondssparte ÖkoVision bewiesen. Insbesondere der "Ökoworld
Ökovision Classic" ist bei Kunden und der Fachwelt äußerst beliebt. Der 2011
von Ökotest mit "Sehr gut" eingestufte Aktienfonds hat erst vor wenigen
Tagen mit dem "Sustainable Investment"-Preis eine weitere Auszeichnung
erhalten. Die Wertschöpfung wird dabei permanent ausgebaut. Das zunächst
fremd vergebene Fondsmanagement wird wieder selbst betrieben. Vor zwei
Jahren hat die kleine, aber feine Versiko in Luxemburg ein eigenes Team,
bestehend aus mittlerweile drei Portfoliomanagern und zwei
Finanzmarktanalysten, aufgebaut. Versiko berechnet hierfür eine jährliche
Verwaltungsgebühr von 1,8 Prozent. Die Fondsmanager sind ihr Geld wert. Sie
haben sich rechtzeitig von Aktien aus der kriselnden Solarbranche getrennt.
Dicke Dividende
"Wir sind Asset Manager und kein Solarinvestor", sagt Platow. Er und sein
Team setzen derzeit lieber auf Megatrends wie Biolebensmittel, nachhaltiger
Transport oder Gesundheitsvorsorge. Das neue Mode-Thema Wasser wird mit dem
gut performenden "Water for Life C" bedient. Öko zahlt sich aus: Während
viele Fonds zuletzt hohe Abflüsse hinnehmen mussten, hat Versiko insgesamt
keine Nettoabflüsse verzeichnet. Die Öko-Erfahrung und die relativ gute
Performance der Fonds gefallen nicht nur privaten Kunden. Versiko wird ab
diesem Jahr auch institutionellen Anlegern nachhaltige Spezialfonds
anbieten. Spannend: Schon jetzt ist die Nachfrage danach sehr groß. Selbst
staatliche Pensionsfonds aus dem Ausland zeigen offenbar Interesse an den
neuen Produkten der Versiko AG.
Alfred Platow liegen neben der Umwelt auch die Aktionäre am Herzen.
Verständlich, hält er doch mit Gründer Klaus Odenthal die Mehrheit der
Anteile. Gerade wurde eine Dividende von 0,27 Euro je Aktie (Vorjahr 0,26
Euro) beschlossen. Die Auszahlung erfolgt zur HV im Juli, die Rendite
beläuft sich auf fast sieben Prozent. Und das nachhaltig. Platow gab dem
AKTIONÄR zu verstehen, dass schon aufgrund der stillen Reserven und der
liquiden Mittel - die Eigenkapitalquote liegt bei 72 Prozent - die nächsten
Jahre eine konstante Ausschüttung möglich ist.
Megatrend, Einstieg, News
Kurstreiber gibt es genug. Neben der zunehmenden Bedeutung des Themas
Nachhaltigkeit sorgt der laut Platow mögliche Einstieg eines Partners für
Fantasie. Dem Vernehmen nach wird Platow keine Stücke unter sechs Euro
verkaufen. Operativ wird die Öffnung der Fonds für Versicherungen und
Banken für Impulse sorgen. Auch Dividendenjäger dürften ab Sommer wieder
Dynamik in die Versiko-Aktie bringen. Wegen des geringen Handelsvolumens
sollten Anleger jedoch ganz im Stile von Platow handeln: Nicht gierig -
nachhaltig.
Dieser Artikel ist in der AKTIONÄR-Ausgabe 15/2012 erschienen.
Mehr Informationen, Nachrichten und Empfehlungen finden Sie im Internet
unter www.deraktionaer.de
+++ Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum
Abschluss bestimmter Börsengeschäfte. Bitte lesen Sie unseren RISIKOHINWEIS
/ HAFTUNGSAUSSCHLUSS unter www.deraktionaer.de +++ (END) Dow Jones NewswiresApril 17, 2012 07:27 ET (11:27 GMT)
die schmutzige Verbrennung von Kohle zur Stromgewinnung. Auch
Autohersteller, Banken oder Elektronikhersteller versuchen, sich mit neuen
Produkten und Namen einen grünen Anstrich zu verpassen. Öko ist in.
Nachahmer gibt es viele. Doch keiner ist so glaubwürdig wie das Original:
Alfred Platow.
"Geldgeil war ich nie, ich hatte damals ein ganz anderes Bauchgefühl", so
der Versiko-Chef gegenüber dem AKTIONÄR. Es war für ihn schon im Jahr 1975 -
Klimawandel, Bio oder Solar waren Fremdwörter - eine "Herzensangelegenheit",
eine Versicherungsagentur für ökologisch orientierte Betriebe und
Umweltorganisationen aufzubauen. Der Beginn einer Erfolgsstory.
Versiko-Lösungen zur betrieblichen Altersversorgung werden mittlerweile von
4.000 Naturkostgeschäften in Anspruch genommen. Ebenso viele Ärzte mit
naturheilkundlichem Hintergrund vertrauen auf Versiko (WKN 540 868). Die
insgesamt rund 55.000 Kunden lieben auch die ökologische klassische
Rentenversicherung VersiRente, welche 22 Prozent des Kapitals "ehrlich
nachhaltig" anlegt.
Ökoworld: "Kein Solar-Investment"
Ein gutes Näschen hat Platow auch mit der vor 16 Jahren gegründeten
Investmentfondssparte ÖkoVision bewiesen. Insbesondere der "Ökoworld
Ökovision Classic" ist bei Kunden und der Fachwelt äußerst beliebt. Der 2011
von Ökotest mit "Sehr gut" eingestufte Aktienfonds hat erst vor wenigen
Tagen mit dem "Sustainable Investment"-Preis eine weitere Auszeichnung
erhalten. Die Wertschöpfung wird dabei permanent ausgebaut. Das zunächst
fremd vergebene Fondsmanagement wird wieder selbst betrieben. Vor zwei
Jahren hat die kleine, aber feine Versiko in Luxemburg ein eigenes Team,
bestehend aus mittlerweile drei Portfoliomanagern und zwei
Finanzmarktanalysten, aufgebaut. Versiko berechnet hierfür eine jährliche
Verwaltungsgebühr von 1,8 Prozent. Die Fondsmanager sind ihr Geld wert. Sie
haben sich rechtzeitig von Aktien aus der kriselnden Solarbranche getrennt.
Dicke Dividende
"Wir sind Asset Manager und kein Solarinvestor", sagt Platow. Er und sein
Team setzen derzeit lieber auf Megatrends wie Biolebensmittel, nachhaltiger
Transport oder Gesundheitsvorsorge. Das neue Mode-Thema Wasser wird mit dem
gut performenden "Water for Life C" bedient. Öko zahlt sich aus: Während
viele Fonds zuletzt hohe Abflüsse hinnehmen mussten, hat Versiko insgesamt
keine Nettoabflüsse verzeichnet. Die Öko-Erfahrung und die relativ gute
Performance der Fonds gefallen nicht nur privaten Kunden. Versiko wird ab
diesem Jahr auch institutionellen Anlegern nachhaltige Spezialfonds
anbieten. Spannend: Schon jetzt ist die Nachfrage danach sehr groß. Selbst
staatliche Pensionsfonds aus dem Ausland zeigen offenbar Interesse an den
neuen Produkten der Versiko AG.
Alfred Platow liegen neben der Umwelt auch die Aktionäre am Herzen.
Verständlich, hält er doch mit Gründer Klaus Odenthal die Mehrheit der
Anteile. Gerade wurde eine Dividende von 0,27 Euro je Aktie (Vorjahr 0,26
Euro) beschlossen. Die Auszahlung erfolgt zur HV im Juli, die Rendite
beläuft sich auf fast sieben Prozent. Und das nachhaltig. Platow gab dem
AKTIONÄR zu verstehen, dass schon aufgrund der stillen Reserven und der
liquiden Mittel - die Eigenkapitalquote liegt bei 72 Prozent - die nächsten
Jahre eine konstante Ausschüttung möglich ist.
Megatrend, Einstieg, News
Kurstreiber gibt es genug. Neben der zunehmenden Bedeutung des Themas
Nachhaltigkeit sorgt der laut Platow mögliche Einstieg eines Partners für
Fantasie. Dem Vernehmen nach wird Platow keine Stücke unter sechs Euro
verkaufen. Operativ wird die Öffnung der Fonds für Versicherungen und
Banken für Impulse sorgen. Auch Dividendenjäger dürften ab Sommer wieder
Dynamik in die Versiko-Aktie bringen. Wegen des geringen Handelsvolumens
sollten Anleger jedoch ganz im Stile von Platow handeln: Nicht gierig -
nachhaltig.
Dieser Artikel ist in der AKTIONÄR-Ausgabe 15/2012 erschienen.
Mehr Informationen, Nachrichten und Empfehlungen finden Sie im Internet
unter www.deraktionaer.de
+++ Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum
Abschluss bestimmter Börsengeschäfte. Bitte lesen Sie unseren RISIKOHINWEIS
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