Der Autobauer Daimler
"Mit der neuen A-Klasse begibt sich Mercedes in ein neues Segment", sagte Autoexperte Prof. Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen. "Das Fahrzeugkonzept wirkt nach meiner Einschätzung jünger und dynamischer." Bisher habe das Auto eher ältere Käufer angesprochen. "Ich gehe davon aus, dass mit der neuen A-Klasse die Altersstruktur ähnlich wie bei BMW und Audi erreicht wird."
Zuletzt habe das Durchschnittsalter von Neuwagenkäufern der A-Klasse bei 57,1 Jahren gelegen, sagte Dudenhöffer. Das sind rund sieben Jahre mehr als beim 1er BMW.
Mit dem Neuen will Daimler seine Position auf dem hartumkämpften Markt der Kompaktwagen weiter stärken. Verkaufsstart ist im September. Drei weitere Modelle sollen folgen, die neue B-Klasse gibt es bereits seit November vergangenen Jahres.
Für ihre Kompaktwagen-Offensive nehmen die Schwaben viel Geld in die Hand: Allein am Standort Rastatt wurden für die neuen Kompakten seit 2010 rund 600 Millionen Euro investiert und 900 neue unbefristete Arbeitsplätze geschaffen.
Dem kleinsten Mercedes Benz räumt der Autoexperte Willi Diez, Leiter des Instituts für Automobilwirtschaft an der Hochschule Nürtingen-Geislingen, gute Marktchancen ein. "Die neue A-Klasse hat den großen Vorteil, dass sie wirklich ein ganz neues Auto ist. Den Audi A3 und den BMW 1er gibt es in der Form ja schon länger."
Eine Herausforderung sieht er aber darin, neue, junge Kunden zu gewinnen und gleichzeitig bisherige Käufer zu halten. "Ein Selbstläufer wird die neue A-Klasse sicher nicht werden", warnt Diez. "Man muss eine Doppelstrategie fahren: Neue Kunden gewinnen und die alten nicht verlieren."
Um den Wagen schnell auf die Straße zu bringen, spricht Mercedes Benz auch Großkunden gezielt mit Rabatten an. Kurzentschlossene Käufer will der Autohersteller bis Ende Oktober mit einem "Spar-Paket" locken./lan/DP/stb
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