By Robb M. Stewart
MELBOURNE--Der Bergbaukonzern BHP Billiton hat im abgelaufenen Geschäftsjahr so viel Eisenerz produziert wie nie zuvor. Zudem baut das australisch-britische Unternehmen trotz der Sorgen um sinkende Rohstoffpreise und eine weiter abkühlende Weltwirtschaft seine Produktionskapazität weiter aus.
Die Eisenerzförderung des Unternehmens kletterte im Geschäftsjahr 2011/12 per Ende Juni um fast ein Fünftel auf knapp 160 Millionen Tonnen. Im abgelaufenen Quartal hat sich das Wachstum mit einem Plus von 15 Prozent allerdings leicht verlangsamt. Für das laufende Jahr prognostiziert das Unternehmen eine nur leichte Erhöhung der Förderung von 5 Prozent aus seinen Minen in Western Australia.
Am Vortag hatte Konkurrent Rio Tinto vor einem spürbaren Eintrübung der Stimmung im Juni-Quartal gewarnt. Beide Konzerne haben eine solide Eisenerzproduktion vorzuweisen, aber Analysten werden zunehmend skeptischer. Die Marktbeobachter arbeiten den zunehmenden Margendruck, das heißt steigende Kosten und niedrigere Preise für viele Rohstoffe, in ihre Gewinnprognosen ein.
Preise für die wichtigsten Bodenschätze sind bereits von den Höchstständen des vergangenen Jahres zurückgekommen. Investoren sorgen sich um die europäische Schuldenkrise und das sich abkühlende Wachstum in China, einem der wichtigsten Absatzmärkte der Bergbaukonzerne.
Außer bei Eisenerz konnte BHP Billiton auch bei anderen Bodenschätzen im vergangengen Geschäftsjahr zulegen. So kletterte die Förderung von Erdöl und -gas um 40 Prozent auf 222 Millionen Barrel Öläquivalent am Tag. Bei Kokskohle konnte der Konzern mit 2 Prozent ein leichtes Plus vorweisen, trotz der laufenden Streiks in den Minen im australischen Bundesstaat Queensland. Die Kupferproduktion sank im abgelaufenen Jahr dagegen um 4 Prozent.
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July 18, 2012 01:43 ET (05:43 GMT)
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