Der frühere MAN
Weinmann hatte ab 2005 die wichtigste Sparte des Nutzfahrzeug- und Maschinenbaukonzerns MAN geleitet, seinen Posten nach Aufdeckung der Korruptionsaffäre 2009 jedoch räumen müssen - zusammen mit MAN-Vorstandschef Hakan Samuelsson und anderen Managern. Der Konzern hatte eine Geldbuße von 150 Millionen Euro an die Justizkasse gezahlt. Der frühere Vorstandschef der Turbo-Sparte und der frühere Vertriebsvorstand der Nutzfahrzeugsparte wurden zu Bewährungsstrafen verurteilt. Gegen Samuelsson wird nicht ermittelt. MAN fordert von ihm aber 237 Millionen Euro Schadenersatz.
Weinmann wirft die Staatsanwaltschaft jetzt vor, 2007 Bestechungsgeld für den Verkauf von Bussen in Belgien genehmigt zu haben. Außerdem habe er Schmiergeldzahlungen beim Verkauf von Lastwagen in Slowenien geduldet, die zum Teil mit Beraterverträgen und über eine Liechtensteiner Briefkastenfirma verschleiert worden seien. Weinmanns Anwalt Holger Matt erklärte, die Anklage sei unvertretbar, sein Mandant empfinde die Behauptungen als ehrverletzend.
Für den Prozess gegen Weinmann hat das Gericht sechs Verhandlungstage bis 5. September angesetzt. Ein weiterer Prozess gegen eine ehemalige MAN-Managerin soll am 21. August eröffnet werden./rol/DP/she
ISIN DE0005937007
AXC0149 2012-07-23/15:05
