Der japanische Kraftwerksbetreiber Tepco könnte einem Pressebericht zufolge im abgelaufenen Quartal einen Verlust in Höhe von 250 Milliarden Yen (rund 2,6 Milliarden Euro) erlitten haben. Das berichtete die Zeitung "Nikkei" am Mittwoch. Nach der Atomkatastrophe in Fukushima kämpft der Betreiber des havarierten Kraftwerks ums Überleben. Hohe Kompensationszahlungen und steigende Kosten für Ersatzbrennstoffe belasteten auch das erste Geschäftsquartal (bis Ende Juni). Die Zahlen wollte Tepco noch an diesem Mittwoch vorlegen.
Der Konzern wird verstaatlicht, wie das Unternehmen am Vortag offiziell mitteilte. Mit einer Zahlung in Höhe von einer Billion Yen (rund 10,4 Milliarden Euro) will der Staat die drohende Insolvenz Tepcos abwenden. Damit hat die Regierung gleichzeitig mehr als 50 Prozent der Stimmrechte übernommen. Zuvor hielt sie nur 2,7 Prozent./nmu/jha/kja
AXC0046 2012-08-01/08:32
