OMAHA (dpa-AFX) - Selbst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten
bleibt Starinvestor Warren Buffett ein Garant für hohe Gewinne. Die
von ihm gelenkte Investmentholding Berkshire Hathaway
Allerdings hatte Buffett im Vorjahreszeitraum mit 3,4 Milliarden Dollar noch ein wenig mehr herausholen können. Das "Orakel von Omaha" bewies dieses Mal bei seinen Finanzwetten kein glückliches Händchen: Er fuhr mit sogenannten Derivaten höhere Verluste ein, zudem sanken die Gewinne aus anderen Investments. Das geht aus der am späten Freitag (Ortszeit) vorgelegten Zwischenbilanz hervor.
Der operative Gewinn der rund 80 direkten Tochterfirmen übertraf am Ende aber die Erwartungen der Analysten. Die B-Aktie - die sogenannte Baby-Berkshire - stieg nachbörslich ein knappes Prozent auf 86,20 Dollar. Die mit deutlich mehr Stimmrechten ausgestattete A-Aktie bewegten sich nicht mehr. Sie ist mit einem Stückpreis von rund 128 500 Dollar die teuerste Aktie der Welt.
Warren Buffett steht seit einem halben Jahrhundert an der Spitze
von Berkshire Hathaway und hat aus dem unbedeutenden
Textilhersteller eines der wertvollsten Unternehmen der Welt
gemacht. Zu dem Imperium gehören auch große Aktienpakete an
Konzernen wie Coca-Cola
Die Diagnose Prostatakrebs - wenn auch in einem frühen Stadium - hatte vor einigen Monaten die Diskussion um die Nachfolge des legendären Investors wieder hochkochen lassen. Buffett hält aber hinterm Berg, wer ihn einmal beerben soll. Interne Kandidaten gibt es mehrere. Es sieht jedoch danach aus, dass die Macht aufgeteilt wird. Buffetts ältester Sohn Howard soll den Vorsitz des Verwaltungsrats übernehmen, des wichtigsten Firmengremiums. Bis jetzt macht Warren Buffett aber keine Anstalten, aufzuhören./das/DP/zb
ISIN DE0008430026 US0846701086 US1912161007 US4592001014
AXC0027 2012-08-06/05:20
