Primacom ist vorerst nicht mehr zu haben. Der Betreiber von Kabelnetzen in den ostdeutschen Bundesländern hat die Verkaufsgespräche mit mehreren Interessenten abgebrochen. Die Angebote hätten nicht "die notwendigen Bewertungskriterien" erfüllt, begründete die Primacom Management GmbH ihre Entscheidung. Gut informierten Kreisen zufolge hatten unter anderem die Deutsche Telekom und die Unitymedia KabelBW ihre Fühler nach Primacom ausgestreckt.
Der Kabelnetzbetreiber blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Investor Scott Lanphere hatte das Unternehmen über sein Vehikel Escaline 2007 von der Börse gekauft und die Schulden anschließend auf Primacom abgewälzt. Mitte 2010 erdrückte Finanzkreisen zufolge die Schuldenlast von rund 340 Millionen Euro das Unternehmen, das damals Insolvenz anmelden musste. Im Zuge der Insolvenz übernahm das Gläubigerkonsortium Medfort, dem die niederländische Bank ING sowie die Hedgefonds Alcentra, Avenue Capital und Tennenbaum angehören, das Ruder beim Kabelnetzbetreiber.
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September 21, 2012 07:57 ET (11:57 GMT)
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