Der Chemikalienhändler Brenntag
2012 legte der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (operatives EBITDA) um 6,9 Prozent auf 706,6 Millionen Euro zu. Darin enthalten waren Einmalaufwendungen von etwa zehn Millionen Euro für Restrukturierungsmaßnahmen in Europa. Der Umsatz kletterte um 11,6 Prozent auf 9,690 Milliarden Euro. Die größten Zuwächse verzeichnete Brenntag in Asien und Lateinamerika. Aber auch Nordamerika und Europa trugen zum Umsatzplus bei.
Unter dem Strich blieb im abgelaufenen Jahr ein Gewinn nach Minderheiten von 336,2 Millionen Euro. 2011 hatte Brenntag 277,4 Millionen Euro ausgewiesen. Von dem Gewinnzuwachs sollen auch die Aktionäre profitieren. Brenntag plant, die Dividende um ein Fünftel auf 2,40 Euro je Aktie zu erhöhen. Mit den vorgelegten Zahlen erfüllte Brenntag die Erwartungen der Experten. Die Aktie gab vorbörslich um 0,38 Prozent nach.
In den vergangenen gut 20 Jahren hatte Brenntag bereits mehr als 100 oft mittelständische Firmen aus der Chemiehandelsbranche übernommen. Allein 38 Zukäufe hatte es in den vergangenen fünf Jahren gegeben. Für Übernahmen sind nach früheren Angaben jährliche Ausgaben von 200 bis 250 Millionen Euro geplant. Dabei hat das Unternehmen derzeit vor allem Nord- und Südamerika im Blick.
Brenntag ist ein international tätiger Händler von Industrie- und Spezialchemikalien. Weltweit beschäftigt das Unternehmen rund 13.000 Mitarbeiter, davon rund 6.400 in Europa. Größter Konkurrent ist die US-Firma Univar aus Redmond im Bundesstaat Washington./mne/fbr
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AXC0091 2013-03-21/08:57
