Von Kirsten Bienk
Der lange Winter und die Osterfeiertage haben die Fielmann AG weniger belastet als erwartet. Trotz eines stagnierenden Brillenabsatzes von 1,7 Millionen Stück steigerte Europas größter Optiker im ersten Quartal Umsatz und Gewinn. Analysten hatten hingegen einen Gewinnrückgang befürchtet. Fielmann will bis zum Jahresende weitere Filialen eröffnen und seinen Mitbewerbern Kunden abluchsen. Einen konkreten Ausblick für 2013 blieb der Vorstand schuldig.
Das Hamburger Unternehmen litt wie der gesamte Einzelhandel unter dem schlechten Wetter im März. Im Vergleich zum Vorjahr kamen weniger Kunden in die Filialen, um sich mit Sonnenbrillen für den Frühling einzudecken. Einen Ausgleich schafften die Kunden, die Brillen mit Gleitsichtgläsern kauften, an denen Fielmann mehr verdient.
Der Optiker setzte mit knapp 278 Millionen Euro 2,3 Prozent mehr um als im Vorjahr. Steigende Ausgaben fürs Personal und gesunkene Zinseinnahmen ließen nur einen geringen Anstieg des Nettogewinns von 0,4 Prozent auf 32,9 Millionen Euro zu. Der Markt hatte ein Minus von 0,7 Prozent befürchtet.
Im laufenden und im kommenden Jahr will der Optiker jeweils zehn neue Filialen eröffnen. Die Einnahmen sollen wie in den Vorjahren zwischen vier und sechs Prozent wachsen.
Die Augenoptik-Branche in Deutschland ist sehr zersplittert. Nach Umsatz ist Fielmann klarer Marktführer. Es folgt Apollo Optik, die der niederländischen Beteiligungsgesellschaft HAL Investment gehört und keine Umsatz- und Gewinnzahlen veröffentlicht. Den restlichen Markt teilen sich viele kleine Einzelhändler.
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April 25, 2013 01:43 ET (05:43 GMT)
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