Schwerwiegende Entscheidung in Paris: Der
Verwaltungsrat von France Telecom
Richard hat aber einflussreiche Freunde. Der Staat hält noch 27 Prozent an France Telecom und Präsident Francois Hollande kündigte jüngst an, die drei Staatsvertreter im Verwaltungsrat anzuweisen, zugunsten von Richard zu stimmen. Auch die Belegschaftsaktionäre, welche 5 Prozent der Aktien halten und einen Vertreter stellen, wollen ihn stützen. Die Gewerkschaft SUD würde Richard gerne beurlauben, bis die Vorwürfe geklärt sind.
Richard wird vorgeworfen, 2008 eine aus der Staatskasse
finanzierte Entschädigungszahlung von rund 400 Millionen Euro an den
schillernden Geschäftsmann Bernard Tapie ermöglicht zu haben. Dieser
hatte sich von der früheren Staatsbank Crédit Lyonnais beim Verkauf
seiner Anteile am deutschen Sportartikelhersteller Adidas
Nach Ansicht von Ermittlern hätte es das zu der Entschädigungszahlung führende Schiedsgerichtsverfahren nicht geben dürfen. Als brisant gilt der Fall vor allem, weil Tapie im französischen Präsidentschaftswahlkampf 2007 den siegreichen Kandidaten Nicolas Sarkozy unterstützte./fn/mne/fbr
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AXC0078 2013-06-17/10:57
