Das Geschäftsklima in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juni minimal aufgehellt. Der ifo Geschäftsklimaindex steigt auf 105,9 Punkte von 105,7 im Vormonat. Der wichtigste deutsche Konjunkturfrühindikator liegt damit auf dem höchsten Stand seit März 2013. Er hat sich zum zweiten Mal in Folge aufgehellt. "Wir sagen, wenn es dreimal hintereinander ansteigt, dann ist es ein neuer Trend. Wir sind jetzt erst beim zweiten Mal. Trotzdem würde ich schon sagen, nachdem vor allem die Erwartungen auch nach oben gegangen sind, scheint das schon eine Festigung der Konjunktur zu signalisieren und einen neuen leichten Aufwärtstrend", erklärt Gernot Nerb, Bereichsleiter Branchenforschung vom ifo-Institut.
Vor allem die Industrie hat Anteil an der Steigerung im Index. Nerb macht vor allem in der Automobilindustrie eine Verbesserung aus: "Die Pkw-Hersteller, die ja doch sehr gelitten haben, die sehen jetzt wieder mehr Land." In der Automobilbranche sind außerdem die Exporterwartungen nochmals gestiegen. Aber auch aus den Branchen Elektronik und Chemie kommen bessere Impulse.
Der Index zur Beurteilung der aktuellen Lage sank im Juni hingegen auf 109,4 Punkte von 110,0 im Vormonat. Insgesamt sei die Lagebeurteilung zwar gesunken, aber in der Industrie ist das nicht der Fall. "In den anderen Bereichen (…) hier hat sich die Lage etwas verschlechtert. Da dürfte aber auch das Wetter eine Rolle gespielt haben", analysiert Nerb.
Für wie wahrscheinlich Gernot Nerb eine Konjunkturerholung im zweiten Halbjahr hält, erfahren Sie im Interview.
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Der Index zur Beurteilung der aktuellen Lage sank im Juni hingegen auf 109,4 Punkte von 110,0 im Vormonat. Insgesamt sei die Lagebeurteilung zwar gesunken, aber in der Industrie ist das nicht der Fall. "In den anderen Bereichen (…) hier hat sich die Lage etwas verschlechtert. Da dürfte aber auch das Wetter eine Rolle gespielt haben", analysiert Nerb.
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