Von Andy Pasztor, Dan Michaels and Jon Ostrower
Die Lithium-Batterien des Dreamliners waren nach ersten Erkenntnissen der britischen Luftfahrtbehörde wohl nicht die Ursache für den Brand einer Maschine diesen Typs am Freitag in London. Es gebe "keine Hinweise", dass die Batterien der Grund für das Feuer in der abgestellten Maschine der Ethiopian Airlines gewesen sind. Die Ermittler teilten am Samstagabend mit, der Brand sei im "oberen Teil des hinteren Rumpfbereichs" ausgebrochen und habe "starke Schäden durch die große Hitze" verursacht.
Die Ermittlungen befänden sich allerdings noch in einem frühen Stadium und könnten noch einige Tage in Anspruch nehmen, da sich der Schaden in "einem komplexen Teil des Flugzeugs ereignet habe", so die britische Luftfahrtbehörde weiter.
Die ersten Ergebnisse der Untersuchung sind eine gute Nachricht für Boeing, denn damit ist erwiesen, dass die überarbeiteten Batterien sicher sind. Im Laufe des Jahres musste der Hoffnungsträger des US-Luftfahrtunternehnmens aufgrund von Problemen mit den Batterien über drei Monate am Boden bleiben. Bei zwei Maschinen hatten sich die Batterien überhitzt, wobei bei einem am Boden geparkten Flugzeug ein Feuer ausbrach.
Eine Sprecherin von Ethiopian Airlines teilte gegenüber dem Wall Street Journal mit, "der Vorfall habe keine Auswirkungen auf die Flugsicherheit" des Dreamliners. Die drei anderen Maschinen der Gesellschaft werden weiterhin planmäßig eingesetzt. Auch andere Betreiber des Dreamliners teilten mit, dass ihre Maschinen weiterhin im Planbetrieb eingesetzt werden, man die Untersuchungen in London allerdings genau verfolge. Bislang hat Boeing insgesamt 68 Dreamliner ausgeliefert.
Die Boeing-Aktie geriet mit dem Brand der Maschine in London an der Wall Street stark unter Druck und rutschte zeitweise um bis zu sieben Prozent in den Keller. Die Titel gingen schließlich mit einem Abschlag von 4,6 Prozent aus dem Handel.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/ros(END) Dow Jones Newswires
July 14, 2013 05:37 ET (09:37 GMT)
Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.
