Die Aktien von Merck KGaA
"In Summe hat Merck unseres Erachtens ordentliche Quartalszahlen geliefert", schrieb Analyst Timo Kürschner von der LBBW. Es werde allerdings zunehmend schwerer für den Konzern, die mittlerweile gestiegenen Erwartungen deutlich zu übertreffen. Umsatzseitig habe Merck unter und ergebnisseitig über dem Konsens liegende Zahlen vorgelegt. Zur wichtigsten Sparte Merck Serono konkretisierte er, dass die Gesamterlöse mit 1,62 Milliarden Euro und einem bereinigten operative Ergebnis (EBITDA) von 491 Millionen Euro im Rahmen seiner Erwartungen gelegen hätten. Das Medikament Rebif habe "überraschend stark" abgeschnitten. Das Krebsmedikament Erbitux habe dagegen bedingt durch ein schwaches organisches Wachstum und negative Währungseffekte etwas enttäuscht.
Von soliden Zahlen sprach Analyst Richard Vosser von JPMorgan und verwies auch auf den bestätigten Ausblick. Er hatte eigentlich mit keiner wesentlichen Aktienreaktion gerechnet. Händler verwiesen jedoch darauf, dass nach dem Erreichen des Rekordhochs Gewinnmitnahmen ausgelöst worden seien. Die Aktie sei seit etwas mehr als einem Jahr kontinuierlich gestiegen. Nun laute das Motto "Sell on good news". Seit Anfang Juni 2012 stieg die Aktie um mehr als 70 Prozent. Geht man bis in den September 2011 zurück gewann sie sogar mehr als 130 Prozent.
Commerzbank-Analyst Daniel Wendorff sprach von einem im Wesentlichen "ereignislosen Quartal". Der Umsatz habe seine Erwartungen leicht verfehlt. Das bereinigte EBITDA auf Konzernebene habe dagegen dank der Bereiche Performance Materials und Consumer Health seiner Schätzung entsprochen. Er beließ Merck auf "Reduce" mit einem Kursziel von 105 Euro./ck/ag
ISIN DE0006599905
AXC0099 2013-08-06/11:53
